Hen­ning Homann, stell­ver­tre­tender Vor­sit­zender und Spre­cher für Arbeits­markt­po­litik der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, zum Tag der Arbeit:

Die Zeit nied­riger Löhne muss vorbei sein

„Wenn 75 Pro­zent* der Arbei­te­rinnen und Arbeiter sagen, dass sie nicht ihren gerechten Anteil bekommen, dann haben sie Recht. Jah­re­lange Nied­rig­lohn­stra­tegie sowie Aus­gren­zung von Gewerk­schaften und betrieb­li­cher Mit­be­stim­mung haben Wir­kung gezeigt. Viele säch­si­sche Arbeit­nehmer kennen Tarif­ver­hand­lungen und deren Ergeb­nisse nur aus der Tages­schau. Da ändert auch der Erfolg einer his­to­risch nied­rigen Arbeits­lo­sig­keit von 6,5 Pro­zent in Sachsen nichts daran.

Die schlauen Arbeit­geber haben es längst begriffen: Die Zeit nied­riger Löhne muss vorbei sein. Wir brau­chen eine gelebte Sozi­al­part­ner­schaft und starke Gewerk­schaften. Denn Fach­kräf­te­be­darf, Digi­ta­li­sie­rung und gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt ver­tragen sich nicht mit Dum­ping­löhnen und schlechten Arbeits­be­din­gungen. Die deut­sche Wirt­schaft ist gerade wegen Mit­be­stim­mung und Tarif­ver­trägen erfolg­reich.

Was in weiten Teilen Deutsch­lands Nor­ma­lität ist, muss auch in Sachsen, 28 Jahre nach der Fried­li­chen Revo­lu­tion, Rea­lität werden. Säch­si­sche Wirt­schafts­ver­treter, die das nicht ver­stehen, sind aus der Zeit gefallen. Wir sind nicht mehr in den 90ern. Eine höhere Tarif­bin­dung zu blo­ckieren ist weder ver­nünftig noch zukunfts­ge­wandt und erst recht nicht schlau.

Wir haben ein Inter­esse an einer funk­tio­nie­renden Sozi­al­part­ner­schaft von Gewerk­schaften und Arbeit­ge­bern. Denn so werden gute Tarif­ver­träge aus­ge­han­delt und so funk­tio­niert betrieb­liche Mit­be­stim­mung am besten.“

Hin­ter­grund:

* laut Sachsen-Monitor 2017: http://​www​.spd​-frak​tion​-sachsen​.de/​s​a​c​h​s​e​n​-​m​o​n​i​t​o​r​-​2​0​17/
Sachsen ist mit einer Tarif­bin­dung von 16 Pro­zent bun­des­weit Schluss­licht.

Die Abge­ord­neten der SPD-Frak­tion nehmen an zahl­rei­chen Ver­an­stal­tungen am Tag der Arbeit teil:

Aue, Alt­markt
ab 10 Uhr: Simone Lang

Bautzen, Korn­markt
ab 11 Uhr: Martin Dulig

Borna, Markt
ab 12 Uhr: Petra Köp­ping

Chem­nitz, Neu­markt, 
ab 10 Uhr: Hanka Kliese, Jörg Vieweg, Iris Rae­ther-Lor­dieck

Dresden, Schüt­zen­platz
ab 12 Uhr: Dr. Eva-Maria Stange, Albrecht Pallas, Harald Bau­mann-Hasske

Frei­berg, Schloss­platz
ab 10 Uhr: Hen­ning Homann

Freital, Neu­markt
ab 10 Uhr: Dagmar Neu­kirch

Leipzig, Markt
ab 11 Uhr: Holger Mann (zuvor ab 9 Uhr Teil­nahme an Fahr­rad­demo der GEW)
ab 12 Uhr: Dirk Panter

Plauen, Thea­ter­platz 
ab 10 Uhr: Juliane Pfeil-Zabel

Weiß­wasser, Frei­zeit­park 
ab 11 Uhr: Thomas Baum

Zwi­ckau, Gewerk­schafts­haus, Bahn­hof­straße 69
ab 10 Uhr: Mario Pecher