Aus Anlass des Inter­na­tio­nalen Frau­en­tages hat die SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag am Freitag ihren mitt­ler­weile 22. Frau­en­preis ver­liehen. „In unserem Land gibt es unzäh­lige Mäd­chen und Frauen, die sich viel­fach ohne große öffent­liche Auf­merk­sam­keit selbstlos für andere Men­schen ein­setzen. Mäd­chen und Frauen, die andere ermu­tigen, unter­stützen und Leben ver­än­dern. Ihnen gilt unser herz­li­cher Dank“, so Hanka Kliese, Spre­cherin für Gleich­stel­lungs­po­litik der SPD-Land­tags­frak­tion.

Der erste Preis ging an den „Treff im Hoch­haus“ der Mobilen Jugend­ar­beit Dresden-Süd e.V.. Der offene Treff ist seit 2005 feste Anlauf­stelle für Kinder vor allem aus dem Wohn­ge­biet Buda­pester Straße in Dresden. In dem Gebiet leben viele Fami­lien, die auf staat­liche Unter­stüt­zung ange­wiesen sind, und auch zuneh­mend Fami­lien mit Flucht­er­fah­rung. Seit dem ver­gan­genen Sep­tember gibt es in Koope­ra­tion mit dem Pro­jekt „Brü­cken bauen – Ein­stieg in frühe Bil­dung“ auch einen Treff für Frauen aus Flücht­lings­fa­mi­lien.

Den zweiten Preis ging an den Verein Frau­en­för­der­werk Dresden. Der Verein bietet seit 2005 ver­schie­dene Pro­jekte zu Ver­bes­se­rung der Lebens­si­tua­tion von Migran­tinnen an. Ein Schwer­punkt ist die Inte­gra­tion in den Arbeits­markt. Unter anderem sind so 245 Frauen je ein Jahr lang ehren­amt­lich beschäf­tigt und gecoacht worden. So begleitet, unter­stützen die Frauen schließ­lich Senio­rinnen – über­wie­gend Migran­tinnen – bei der Bewäl­ti­gung des All­tags. Der Verein betreute zudem spe­ziell Mütter mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund.

Der dritte Preis ging an Antje Schulz und Diane Mehmel vom Trude e.V. in Gör­litz, die von der AWO für eine Aus­zeich­nung vor­ge­schlagen wurden. Die beiden Frauen hatten vor fünf Jahren Inter­ven­tions- und Prä­ven­ti­ons­an­ge­bote zum Schutz vor sexua­li­sierter Gewalt an Kin­dern ins Leben gerufen – damals noch im Rahmen ihrer Arbeit beim Schlupf­winkel e.V.. Vor einem Jahr grün­deten sie mit wei­teren Mit­strei­te­rinnen den Verein „Trude e.V. – Verein gegen sexua­li­sierte Gewalt und für sexu­elle Selbst­be­stim­mung.

Für die Ehrung gab es in diesem Jahr 12 Bewer­bungen und Vor­schläge – von Frauen- und Mäd­chen­in­itia­tiven, von Ver­einen sowie von Ein­zel­per­sonen.  Das Preis­geld von zusammen 1.000 Euro (1. Preis 500 Euro, 2. Preis 300 Euro, 3. Preis 200 Euro) haben die Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter sowie die Abge­ord­neten der Land­tags­frak­tion gespendet.