„Archive sind demo­kra­tiere­le­vant. Sie sind das Gedächtnis von Demo­kratie und Dik­tatur“, so SPD-Kul­tur­ex­pertin Hanka Kliese am Mitt­woch bei der Begrün­dung des Koali­ti­ons­an­trags Digi­ta­li­sie­rung von Archiv­gü­tern. „Aus­wahl und Ord­nung sind in den letzten Jahren vor völlig neue Auf­gaben gestellt worden. Wer nicht Zufall oder Zer­fall über die Aus­wahl bestimmen lassen will, braucht Per­sonal und Technik.“

Neben der Her­stel­lung von Digi­ta­li­saten sei dabei einer Infra­struktur bereit­zu­stellen, die eine dau­er­hafte Spei­che­rung und auch die Nut­zung eines digi­talen Archives in den Blick nimmt. „Für all diese Auf­gaben brau­chen wir Fach­kräfte: Für die Pflege der IT; für die Ver­wal­tung, für die Digi­ta­li­sie­rung und für die Bereit­stel­lung und Auf­ar­bei­tung von Daten im Internet, um sie öffent­lich zugäng­lich zu machen – das sind die zusätz­li­chen, die neuen Auf­gaben im Archiv­wesen.“

Hin­ter­grund: Laut Antrag soll geprüft werden, inwie­weit kom­mu­nale Archive durch ein Lan­des­pro­gramm „Digi­ta­li­sie­rung Archive“ unter­stützt werden können.