Hen­ning Homann, stell­ver­tre­tender Vor­sit­zender und Spre­cher für Arbeit und demo­kra­ti­sche Kultur der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, am Don­nerstag im Landtag in der Aktu­ellen Debatte zum Sachsen-Monitor:

„Der Sachsen-Monitor 2017 zeigt, dass die Säch­sinnen und Sachsen ein sehr feines Gespür für Gerech­tig­keit haben – sie attes­tieren unserem Land ein Gerech­tig­keits­pro­blem. Über 70 Pro­zent befürchten, dass der gesell­schaft­liche Zusam­men­halt ver­loren geht. Nur 20 Pro­zent sagen, dass es der Demo­kratie gelungen sei, soziale Ungleich­heit abzu­bauen. Und nur 22 Pro­zent der Arbei­te­rinnen und Arbeiter sagen, dass sie ihren gerechten Anteil bekommen. Das ist keine Über­ra­schung: Viele Ost­deut­schen arbeiten länger und mit gerin­geren Löhnen als im Westen. Sie sehen ihre Leis­tung, trotz des wirt­schaft­li­chen Erfolgs in Sachsen, nicht gewür­digt. Wenn 62 Pro­zent der Arbeiter sagen, die Chancen für sozialen Auf­stieg wären schlecht, dann zeigt das einen bedenk­li­chen Mangel an Chan­cen­gleich­heit.“, so Homann zu zen­tralen Ergeb­nissen des Sachsen-Moni­tors.

Für Homann braucht es eine Gerech­tig­keits­de­batte in Sachsen, um die soziale Spal­tung der Gesell­schaft zu über­winden: „Wenn wir wollen, dass Arbeit­neh­me­rinnen und Arbeit­nehmer ihren gerechten Anteil am wirt­schaft­li­chen Erfolg in diesem Land bekommen – und nichts gerin­geres darf unser Anspruch sein – dann muss die Stär­kung der Sozi­al­part­ner­schaft ein wesent­li­ches Ziel säch­si­scher Politik sein. Es kann nicht sein, dass sich zen­trale Wirt­schafts­ver­bände in Sachsen dieser Debatte ver­wei­gern!
Wenn wir Chan­cen­gleich­heit stärken wollen, müssen wir ins­be­son­dere  Ober­schulen und Aus­bil­dung auf­werten. Die Koali­tion hat hier bereits wich­tige Schritte unter­nommen, wie die gleiche Bezah­lung der Ober­schul­lehrer und der Rechts­an­spruch auf Schul­so­zi­al­ar­beiter.“

Sachsen-Monitor ver­deut­licht Gerech­tig­keits­pro­bleme in Sachsen