Fakten statt Populismus: Studie belegt deutlichen Lohnabstand in Sachsen

13.08.2025

Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Sachsen auf Grundlage einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zeigt: Vollzeitbeschäftigte in Sachsen verdienen – selbst beim gesetzlichen Mindestlohn – in allen untersuchten Haushaltstypen deutlich mehr als Bürgergeldbeziehende.

Die regionalisierten Zahlen belegen, dass sich Erwerbsarbeit finanziell in jedem Fall lohnt. Der Einkommensabstand variiert je nach Haushaltskonstellation und Wohnort zwischen 560 und 770 Euro pro Monat.

Für eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern, in der beide Eltern Vollzeit zum Mindestlohn arbeiten, liegt der durchschnittliche Unterschied in Sachsen bei 687 Euro. Besonders groß ist der Abstand in Chemnitz (725 Euro) und im Vogtlandkreis (716 Euro), was vor allem an den niedrigeren Wohnkosten liegt.

Alleinerziehende mit einem Kind haben im Durchschnitt 758 Euro mehr Einkommen als Bürgergeldbeziehende in vergleichbarer Situation. Bei Alleinstehenden beträgt der Abstand 604 Euro. Der geringste Abstand wurde für einen alleinstehenden Haushalt in Dresden mit 561 Euro ermittelt, der größte für eine alleinerziehende Person mit Kind in Chemnitz und im Vogtlandkreis mit jeweils 773 Euro.

Die Daten unterstreichen, dass pauschale Behauptungen über eine mangelnde Erwerbsanreizwirkung des Bürgergeldes nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen.

📄 Zur Pressemitteilung des DGB Sachsen: „Arbeit lohnt sich auch in Sachsen!“