Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, zum Vor­schlag des ifo-Insti­tuts, das Ren­ten­ein­tritts­al­ter zur Finan­zie­rung der Flücht­lings­un­ter­stüt­zung zu erhö­hen:

„Die Finan­zie­rung der Flücht­lings­un­ter­stüt­zung stellt in der Tat eine große Her­aus­for­de­rung dar. Die Bun­des­re­pu­blik und auch Sach­sen sind leis­tungs­fä­hig genug, um diese Auf­ga­ben dau­er­haft ohne Kür­zun­gen in ande­ren Berei­chen zu bewäl­ti­gen.

Der Vor­schlag, dazu das Ren­ten­ein­tritts­al­ter zu erhö­hen ist absurd. Die Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer haben sich den Ruhe­stand nach 45 Bei­trags­jah­ren hart erar­bei­tet. Auch frei­wil­li­ge sozia­le Leis­tun­gen, egal ob im Bund, im Land oder in den Kom­mu­nen dürfen nicht in Frage gestellt werden. Wer solche Vor­schlä­ge unter­brei­tet, han­delt ver­ant­wor­tungs­los. Viel­mehr geht es darum Migran­tin­nen und Migran­ten stär­ker in den Arbeits­markt zu inte­grie­ren. So können Sie noch stär­ker als bisher dabei helfen, das Ren­ten­sys­tem und andere Sozi­al­ver­si­che­run­gen lang­fris­tig zu sichern.

Wir haben es mit einer gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Auf­ga­be zu tun, die Kom­mu­nen, die Länder und auch der Bund gemein­sam zu lösen haben und bei der sich nie­mand aus der Ver­ant­wor­tung steh­len darf. Die Finanz­zu­sa­gen der Koali­ti­on im Bund im Rahmen des Asyl­pa­ke­tes sind da ein erster wich­ti­ger Schritt.“