Eine Exper­ten­kom­mis­si­on des Bun­des­ta­ges schlägt vor, die Außen­stel­len des Bun­des­be­auf­trag­ten für die Stasi-Unter­la­gen an das Bun­des­ar­chiv anzu­glie­dern. Danach würden die bisher drei Außen­stel­len in Leip­zig, Chem­nitz und Dres­den auf nur noch eine redu­ziert.

Die Frak­tio­nen der CDU und SPD im Säch­si­schen Land­tag sind dage­gen und haben des­halb im Ver­fas­sungs- und Rechts­aus­schuss einen Antrag zur Erhal­tung der drei Außen­stel­len ein­ge­bracht.

Die Spre­che­rin für Erin­ne­rungs­kul­tur der SPD-Frak­ti­on, Hanka Kliese, sagt: „Das wich­tigs­te Kri­te­ri­um ist die Zugäng­lich­keit der Akten für die Bür­ge­rin­nen und Bürger. Dieser wird mit­tel­fris­tig erschwert, obwohl die Nach­fra­ge gestie­gen ist.“ Eine Schlie­ßung von Außen­stel­len erhöht die Hürden zur Akten­ein­sicht. „Gerade für ältere oder gesund­heit­lich beein­träch­tig­te Men­schen ist das ein Pro­blem. Einer Ver­schlech­te­rung des Akten­zu­gangs wollen wir drin­gend ent­ge­gen wirken“, so Kliese.

Der rechts­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Frak­ti­on, Martin Mod­schied­ler, sagt: „Nur durch die ver­schie­de­nen Stand­or­te ist eine indi­vi­du­el­le Betreu­ung der Bürger vor Ort mög­lich.“ In allen drei säch­si­schen Außen­stel­len besteht wei­ter­hin ein großes Inter­es­se an Akten­ein­sicht. „Außer­dem brau­chen wir die Stand­or­te auch, um jungen Men­schen, zum Bei­spiel im Rahmen von Schulex­kur­sio­nen einen Ein­blick in unsere Geschich­te zu ver­mit­teln“, so Mod­schied­ler