„Eine Sucht­the­ra­pie kann Jugend­li­chen und Her­an­wach­sen­den mehr als Erwach­se­nen die Per­spek­ti­ve eröff­nen, zukünf­tig ein nor­ma­les Leben ohne Straf­bar­keit und Dro­gen­ab­hän­gig­keit zu führen“, so Harald Bau­mann-Hasske, Spre­cher für Rechts- und Jus­tiz­po­li­tik, am Frei­tag zur Eröff­nung einer sta­tio­nä­ren Sucht­the­ra­pie­sta­ti­on in der Jugend­straf­voll­zugs­an­stalt Regis-Breit­in­gen.

„Eine erfolg­rei­che The­ra­pie in der JVA braucht eine ähn­lich sta­bi­le Ver­sor­gung durch medi­zi­ni­sches, psy­cho­lo­gi­sches und Voll­zugs-Fach­per­so­nal wie im Maß­re­gel­voll­zug“, so Bau­mann-Hasske weiter. „Dieses Per­so­nal muss dann auch tat­säch­lich für die The­ra­pie zur Ver­fü­gung stehen und sollte nicht für andere Belan­ge der Anstalt außer­halb der The­ra­pie-Abtei­lung ein­ge­setzt werden. Nur dann wird die The­ra­pie eine sinn­vol­le Ergän­zung des Erzie­hungs­auf­tra­ges im Jugend­voll­zug sein.“

„Ich begrü­ße die Eröff­nung der neuen The­ra­pie-Abtei­lung aus­drück­lich. Es hat in den ver­gan­ge­nen Jahren in der JVA Zeit­hain gute Erfah­run­gen mit der Durch­füh­rung von Sucht-The­ra­pie gege­ben. Wenn süch­ti­ge Gefan­ge­ne die The­ra­pie wollen, kann es sehr sinn­voll sein, die Bedin­gun­gen des Straf­voll­zu­ges als eines beson­de­ren Gewalt­ver­hält­nis­ses unter der stren­gen Auf­sicht des Staa­tes zu nutzen, um von Drogen los­zu­kom­men.“

Hin­ter­grund: Die Sucht­the­ra­pie­sta­ti­on der Jugend­straf­voll­zugs­an­stalt Regis-Breit­in­gen ver­fügt über elf Plätze. Die The­ra­pie dauert acht Monate und findet ganz­tä­gig in einer geschlos­se­nen Gruppe statt. (Quelle: Pres­se­mit­tei­lung des Jus­titz­mi­nis­te­ri­ums)