betreuungsgeldSach­sens Kom­mu­nen sol­len in den nächs­ten drei Jah­ren ins­ge­samt rund 44,6 Mil­lio­nen Euro zusätz­lich für die Kin­der­be­treu­ung erhal­ten. „Die Mit­tel, die ursprüng­lich für das hef­tig umstrit­te­ne Betreu­ungs­geld vor­ge­se­hen waren, wer­den nun an der rich­ti­gen Stel­le ein­ge­setzt“, erklärt Julia­ne Pfeil, Spre­che­rin für Fami­li­en­po­li­tik der SPD-Frak­ti­on, am Sonn­tag.  „Sie kom­men den Kin­dern in den Kitas zugute.“

„Der Vor­schlag von SPD und CDU zur Ver­tei­lung des Bun­des­gel­des, der im Zuge der Dis­kus­si­on über das Kom­mu­na­le Inves­ti­ti­ons­pa­ket unter­brei­tet wur­de, ist nur fol­ge­rich­tig: Wir unter­stüt­zen die Kom­mu­nen dabei, die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen zu stär­ken und eine best­mög­li­che Betreu­ung unse­rer Kin­der zu orga­ni­sie­ren. Denn wir haben im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart, das Ange­bot an Kin­der­ta­ges­stät­ten bedarfs­ge­recht zu gestal­ten und auch die Qua­li­tät von Bil­dung, Erzie­hung und Betre
uung in den Kin­der­ta­ges­stät­ten wei­ter zu erhöhen.“

Das Geld wird über eine Pau­scha­le ent­spre­chend der Anzahl in Voll­zeit betreu­ter Kin­der an die Kom­mu­nen aus­ge­reicht. „Damit ste­hen in den kom­men­den drei Jah­ren pro Kind ins­ge­samt etwa 190 Euro zusätz­lich zur Ver­fü­gung“, so Mario Pecher, finanz­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on. „Die Kom­mu­nen kön­nen frei ent­schei­den, wie das Geld ein­ge­setzt wird. So ist es bei­spiels­wei­se mög­lich, damit Fach­för­der­pro­gram­me für Kitas kozu­fi­nan­zie­ren. Ein geschick­ter Käm­me­rer kann die Sum­me so locker verdoppeln.“

Hin­ter­grund: Das Gesetz (Druck­sa­che 63187), das die Ver­tei­lung der Gel­der auf die Kom­mu­nen regelt, soll im Dezem­ber im Land­tag ver­ab­schie­det wer­den. – Sach­sen erhält von den frei wer­den Gel­dern, die ursprüng­lich für das Betreu­ungs­geld gedacht waren, in den kom­men­den drei Jah­ren zusam­men etwa 100 Mil­lio­nen Euro. 44,6 Mil­lio­nen Euro wer­den direkt an die Kom­mu­nen wei­ter­ge­reicht. 10 Mil­lio­nen Euro sind für Vor­be­rei­tungs­klas­sen ein­ge­plant. Der Rest soll im kom­men­den Haus­halt für Kita-Fach­för­der­pro­gram­me ein­ge­setzt werden.