„Die neuen von der Hans-Böckler-Stif­tung vor­ge­legten Zahlen zur Aus­bil­dungs­ver­gü­tung sind alar­mie­rend.  Sowohl die großen Unter­schiede zwi­schen Ost und West als auch die Dif­fe­renzen zwi­schen den Berufen sind unge­recht.  Wir brau­chen end­lich einen bun­des­weit ein­heit­li­chen Azubi-Min­dest­lohn. Ich erwarte, dass die von der Großen Koali­tion ver­ein­barten Pläne für eine Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung des­halb zügig umge­setzt werden“, so Hen­ning Homann, stell­ver­tre­tender Frak­ti­ons­vor­sit­zender und Spre­cher für Arbeits­markt­po­litik.

„Eine solche Min­dest­ver­gü­tung  würde auch die Attrak­ti­vität der Aus­bil­dung stei­gern. Das käme vor allem Bran­chen zugute, die der­zeit mit sehr hohen Abbre­cher­quoten zu kämpfen haben oder in denen Fach­kräf­te­mangel herrscht.“

„Die Höhe der Min­dest­ver­gü­tung sollte bei 80 Pro­zent der durch­schnitt­li­chen tarif­li­chen Ver­gü­tung des jewei­ligen Aus­bil­dungs­jahres liegen, so wie es der DGB bereits vor­ge­schlagen hat. Das ent­spräche etwa 630 Euro“, so Hen­ning Homann. „Damit würden bei­spiels­weise Aus­zu­bil­dende im Fri­seur­hand­werk oder Flei­sche­rei­hand­werk pro­fi­tieren.“

(©Grafik: Hans-Böckler-Stif­tung)