+++ Gerechte Löhne in der Pflege +++ Pfle­ge­voll­ver­si­che­rung +++ Kosten im Blick behalten+++

Simone Lang, pfle­ge­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Land­tags­frak­tion, am Dienstag nach dem Besuch der Christ­li­chen Sozi­al­sta­tion Meißen zum Tarif­ver­trag in der Alten­pflege und zu not­wen­digen wei­teren poli­ti­schen Schritten im Pfle­ge­be­reich:

„Die Beschäf­tigten in der Alten­pflege in Deutsch­land sollen zum 1. August flä­chen­de­ckend ein­heit­liche und in vielen Fällen höhere Löhne erhalten. Hierfür haben Ver.di und die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Arbeit­geber in der Pfle­ge­branche beim geplanten Tarif­ab­schluss noch einmal nach­ge­bes­sert. Das Ergebnis begrüße ich sehr. Denn Pflege ver­dient mehr Wert­schät­zung und Aner­ken­nung. Dafür reicht Applaus nicht aus, die Wert­schät­zung muss sich auch im Geld­beutel bemerkbar machen“, so Simone Lang.

Foto: Claudia Hüb­sch­mann

Die Pfle­ge­ex­pertin besuchte am Diens­tag­mittag mit ihrem Land­tags­kol­legen Frank Richter die Christ­liche Sozi­al­sta­tion Meißen und tauschte sich zu den Her­aus­for­de­rungen im Pfle­ge­be­reich aus: „Das heu­tige Gespräch mit den Prak­ti­ke­rinnen und Prak­ti­kern hat uns erneut deut­lich vor Augen geführt, dass wir den Pfle­ge­be­reich ganz­heit­lich betrachten müssen“, so Lang, die gelernte Kran­ken­schwester ist. „Neben einer gerechten Bezah­lung geht es auch um gute Arbeits­be­din­gungen und Zeit für die zu Pfle­genden.“

„Es ist wichtig, dass die drin­genden Ver­bes­se­rungen bei der Ent­loh­nung der Pfle­ge­kräfte nicht zu Lasten der Pfle­ge­be­dürf­tigen und ihrer Fami­lien gehen. Die Frage, wie wir die Pfle­ge­ver­si­che­rung grund­sätz­lich wei­ter­ent­wi­ckeln, muss hierfür unbe­dingt geklärt werden. An dieser Stelle geht es um die Decke­lung der Eigen­an­teile an pfle­ge­be­dingten Kosten und um die Ein­füh­rung einer Pfle­ge­voll­ver­si­che­rung. Die SPD hat hier auf Bun­des­ebene bereits gute Kon­zepte vor­ge­legt. Auch der Blick auf die Kosten der Ein­rich­tungen und Träger der Pflege ist mir wichtig, sie dürfen mit den stei­genden Kosten nicht alleine gelassen werden.”

„Bevor der Tarif­ver­trag vom Bun­des­ar­beits­mi­nister Hubertus Heil auf alle Pfle­ge­kräfte aus­ge­weitet werden kann, müssen Caritas und Dia­konie noch zustimmen. Ein bun­des­weiter Tarif­ver­trag für die Alten­pflege wäre ein wich­tiges Zei­chen der Wert­schät­zung. Hier geht es auch um die Anglei­chung der Löhne in West- und Ost­deutsch­land. Auf diesen Punkt haben uns auch die Mit­ar­bei­te­rinnen der Christ­li­chen Sozi­al­sta­tion in Meißen mit Nach­druck auf­merksam gemacht. Durch die noch immer unter­schied­liche Bezah­lung würden wei­terhin viele Fach­kräfte in west­deut­sche Bun­des­länder abwan­dern. Sie betonten zudem, dass es viele wei­tere Schritte im Pfle­ge­be­reich brauche und die faire Bezah­lung nur einer davon sei. Diese Ansicht teile ich und bleibe dabei: Ins­be­son­dere der Büro­kra­tie­abbau muss Prio­rität haben, um eine echte Ent­las­tung der Pfle­ge­kräfte zu errei­chen“, so Lang abschlie­ßend.