Chemnitz hat überzeugt – jetzt gilt es, den Kulturhauptstadtgedanken weiterzutragen

05.12.2025

Mit dem starken Abschluss des Kulturhauptstadtjahres hat Chemnitz gezeigt, wie viel Kraft, Kreativität und Engagement in dieser Stadt steckt. Die vielen Projekte, Initiativen und Akteurinnen und Akteure haben eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in der Stadtgesellschaft liegt. Der Stolz, mit dem Chemnitz den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ getragen hat, wurde in den vergangenen Monaten deutlich sichtbar.

Damit die erreichten Erfolge nicht nur ein einmaliges Ereignis bleiben, sondern nachhaltig wirken, braucht es nun eine klare Perspektive für die kommenden Jahre. Eine zentrale Rolle kann dabei der Gedanke einer Biennale für Chemnitz spielen. Sie bietet die Chance, die entstandenen Projekte – vom Garagencampus über den Makershub bis hin zu weiteren Innovations- und Interventionsflächen – in einer dauerhaften Struktur zu bündeln und weiterzuentwickeln. Eine solche Biennale würde es ermöglichen, den Kulturhauptstadtgeist weiterzutragen und die internationale Sichtbarkeit von Chemnitz langfristig zu sichern.

Martin Dulig, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, unterstreicht diesen Ansatz:

„Eine Biennale kann die wertvollen Elemente des Kulturhauptstadt-Legacy aufnehmen und zugleich den Geist von Chemnitz 2025 überregional und europäisch weitertragen. Entscheidend ist, dass dieser Gedanke nicht konserviert, sondern immer wieder neu erfunden wird, damit er lebendig bleibt.“

Eine Biennale kann damit weit mehr sein als ein kulturelles Format: Sie kann der Motor für eine dauerhafte Positionierung von Chemnitz als eigenständiges kulturelles Kraftzentrum neben Dresden und Leipzig werden – mit eigener Geschichte, eigener Erzählung und einem klaren Anspruch, auch in Zukunft sichtbar zu bleiben.