+++ Keine Nach­tei­le für Stu­die­ren­de, Leh­ren­de und For­schen­de +++

„Mit dem Start des heu­ti­gen Online-Vor­le­se­be­triebs ist klar: Stu­die­ren­den, Leh­ren­den und For­schen­den dürfen aus diesem Som­mer­se­mes­ter keine Nach­tei­le erwach­sen. Wir wissen, dass nicht alle online lehren oder stu­die­ren werden können. Daher gilt es fle­xi­bel und soli­da­risch zu han­deln“, erklärt SPD-Hoch­schul­ex­per­te Holger Mann.

„Nach dem Beschluss der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz zum Flexi-Semes­ter muss eine kon­kre­te Umset­zung in Sach­sen folgen. Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Gemkow ist gefor­dert, gemein­sam mit der Lan­des­rek­to­ren­kon­fe­renz, der Kon­fe­renz Säch­si­scher Stu­die­ren­den­schaf­ten und den Per­so­nal­ver­tre­tun­gen sowie den säch­si­schen Stu­die­ren­den­wer­ken zu einer säch­si­schen Aus­ge­stal­tung zu kommen. Dort, wo gesetz­li­che Ände­run­gen erfor­der­lich sind, wird die SPD-Frak­ti­on kon­struk­tiv mit­wir­ken.

Klar ist: Das Som­mer­se­mes­ter sollte nicht auf die Fach­stu­di­en­zeit ange­rech­net werden. Es soll so viel Lehre wie mög­lich ange­bo­ten werden, jedoch dürfen Stu­die­ren­den keine Nach­tei­le ent­ste­hen. Das bedeu­tet unter ande­rem: Die Anpas­sung von Fris­ten, größt­mög­li­che Fle­xi­bi­li­tät bei Leis­tungs­nach­wei­sen, ein Nach­teils­aus­gleich bei Online-Kursen sowie die Nicht­an­rech­nung des Som­mer­se­mes­ters 2020 bei Höchst­dau­ern und der Regel­stu­di­en­zeit.

Aber auch für For­schen­de und Leh­ren­de gilt es, ein Flexi-Semes­ter zu orga­ni­sie­ren: Für befris­te­te Ver­trä­ge in Dritt­mit­tel­pro­jek­ten oder für die wis­sen­schaft­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on sowie bei Gra­du­ier­ten­sti­pen­di­en sollte eine Ver­län­ge­rung um sechs Monate ange­strebt werden. Und um die Online-Lehre abzu­si­chern, soll­ten auch im Som­mer­se­mes­ter Hono­rar­auf­trä­ge für Lehr­be­auf­trag­te erteilt und Ver­trä­ge mit stu­den­ti­schen Hilfs­kräf­ten geschlos­sen werden.“

Mann abschlie­ßend: „Natür­lich müssen wir auch die Exis­tenz-Ängste vieler Stu­die­ren­der, deren Stu­di­en­fi­nan­zie­rung gerade weg­bricht, ernst nehmen. Hier gilt es, län­der­über­grei­fend und gemein­sam mit dem Bund zu Auf­fang­lö­sun­gen zu kommen. Die Vor­schlä­ge für Son­der­re­ge­lun­gen im BAföG oder die tem­po­rä­re Öff­nung des ALG II liegen auf dem Tisch. Um unbil­li­ge Härten abzu­fe­dern, halten die säch­si­schen Stu­die­ren­den­wer­ke schon heute Not­fall­fonds vor. Diese Rege­lun­gen gilt es zu nutzen und nach Bedarf weiter aus­zu­bau­en. Ein Flexi-Semes­ter muss auch ein Soli­dar­se­mes­ter sein!“