Thema: Beruf­li­che Bil­dung

Hen­ning Homann, arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, am Don­ners­tag in der Aktu­el­len Debat­te „Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung, Azubi-Ticket, Schul­geld­frei­heit – beruf­li­che Bil­dung weiter stär­ken“:

„Bis 2030 fehlen in Sach­sen 300.000 Fach­kräf­te. Unsere Wirt­schaft wird sich ohne Fach­kräf­te, ohne die junge Genera­ti­on nicht ent­wi­ckeln können. Um es so dras­tisch aus­zu­drü­cken, wie es ist: Der Fach­kräf­te­man­gel ist die größte Bedro­hung für unse­ren gesell­schaft­li­chen Wohl­stand im nächs­ten Jahr­zehnt“, so Hen­ning Homann.

„Des­halb gilt einmal mehr denn je: Wir brau­chen jede und jeden.“ Wer bei seinem Weg in die Aus­bil­dung Unter­stüt­zung benö­ti­ge, werde sie auch erhal­ten. „Des­halb sorgen wir nicht nur für ein attrak­ti­ves und gebüh­ren­frei­es Stu­di­um, son­dern wir stel­len die Berufs­aus­bil­dung gleich­be­rech­tigt in den Mit­tel­punkt der Poli­tik.“

Homann ver­wies darauf, dass die Nach­fra­ge nach Aus­bil­dungs­plät­zen steige. „Vor zehn Jahren bewarb sich der Aus­zu­bil­den­de beim Unter­neh­men, heute bewirbt sich das Unter­neh­men beim Aus­zu­bil­den­den.“

„Der Anspruch unse­rer Poli­tik als SPD ist es, das Leben der Men­schen ganz prak­tisch zu ver­bes­sern“, so Homann. „Wir werden die Bedin­gun­gen für die Berufs­aus­bil­dung weiter ver­bes­sern.“ Er ver­wies unter ande­rem auf die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns, der Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung und des Azubi-Tickets. Zu den Auf­ga­ben für die kom­men­de Zeit zähle die Ver­bes­se­rung der Berufs­schul­netz­pla­nung vor allem für den länd­li­chen Raum. „Wer die Berufs­aus­bil­dung stär­ken will, der muss dafür sorgen, dass es wohn­ort­na­he Berufs­schu­len gibt. Hier darf es keine Aus­dün­nung geben.“ Ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt sei die Schul­geld­frei­heit auch für die Erzie­her­aus­bil­dung.