+++ Einstimmige Entscheidung der Mindestlohnkommission +++ Homann warnt vor ‚üblichen Abwehrreflexen‘ +++

„Mit der heutigen erstmaligen und einstimmigen Entscheidung der Mindestlohnkommission wird deutlich: Der Mindestlohn funktioniert. Arbeitnehmer und Wirtschaft gestalten gemeinsam den Mindestlohn. Dabei ist es absolut folgerichtig, dass die Lohnuntergrenze der Tarifentwicklung folgt“, kommentiert der Arbeitsmarktexperte der SPD-Fraktion, Henning Homann, die heutige Entscheidung den Mindestlohn um 4 Prozent auf 8,84 Euro zu erhöhen.

„Der Mindestlohn ist in der arbeitsmarktpolitischen Normalität angekommen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entscheiden, frei von politischer Einflussnahme, die Höhe des Mindestlohnes. Und wie auch nach Tarifverhandlungen üblich, sollten die Beschlüsse dann auch breit getragen werden. Die Erhöhung des Mindestlohnes ist gerechtfertigt und gerecht. Arbeitnehmer müssen von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitieren. Wer nun wieder Horrorszenarien konstruiert, gefährdet den sozialen Frieden“, warnt Homann vor erwartbaren und reflexartigen Diskussionen.

„Gerade in Sachsen ist eine positive Lohnentwicklung entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft. Nur mit guten Löhnen werden wir wettbewerbsfähig bleiben. Durch die geringe Tarifbindung im Freistaat tritt der Mindestlohn in vielen Betrieben an die Stelle eines Tarifvertrages. Daher ist es gut, dass es auch und gerade in diesem Niedriglohnbereich regelmäßig zu Anpassungen, die der allgemeinen Entwicklung entsprechen, kommt“, betont Homann erneut die Wichtigkeit des Mindestlohnes für den Freistaat. Im Bundesvergleich profitieren im Freistaat überproportional viele Menschen vom Mindestlohn. „Es ist ein wichtiges Signal, dass die Zeiten stagnierender Niedrigstlöhne ein für alle Mal vorbei sind.“

Abschließend appelliert Homann an die sächsischen Unternehmen, sich stärker als bisher an Tarife zu binden: „Der Mindestlohn wird regelmäßig steigen. Mit Tarifverträgen können Arbeitnehmer und Arbeitgeber für ein ausgewogenes Lohngefüge im Unternehmen sorgen. Das nützt am Ende allen.