Sabine Frie­del, Spre­che­rin für Bil­dungs­po­li­tik der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, zur Bera­tung des Dop­pel­haus­hal­tes für den Bereich Schule:

„Der Schul­haus­halt 2017/18 muss vor allem eine Frage beant­wor­ten: Bietet er die finan­zi­el­len Grund­la­gen, um dem Leh­rer­man­gel wirk­sam zu begeg­nen? Leider habe ich da meine Zwei­fel. Ja, er sieht zwar Mittel für zusätz­li­che Leh­re­rin­nen und Lehrer vor. Aber das geht nicht über das hinaus, was wir vor fast zwei Jahren im Koali­ti­ons­ver­trag als abso­lu­te Unter­gren­ze ver­ein­bart haben. Ja, neue Lehrer können zwar ein­ge­stellt werden, aber neue Stel­len sieht der Haus­halt nicht vor. Ja, das Geld für eine glei­che Bezah­lung für alle Lehr­kräf­te ist eigent­lich da, umge­setzt wird sie aber nicht.

Und ja, eigent­lich hat Sach­sen die finan­zi­el­len Spiel­räu­me für ein zukunfts­fä­hi­ges Bil­dungs­sys­tem, das auch die Her­aus­for­de­run­gen bei Inklu­si­on, Inte­gra­ti­on und sozia­len Unter­schie­den bewäl­tigt.

Klar ist aber auch, dass sich der Leh­rer­man­gel nicht allein mit Geld besei­ti­gen lässt. Wir brau­chen vor allem end­lich ein Paket mit kurz- und mit­tel­fris­ti­gen Maß­nah­men und wir brau­chen end­lich eine ver­läss­li­che Leh­rer­be­darfs­pla­nung.

Das alles müssen wir in den kom­men­den Wochen im Zusam­men­hang mit dem Kul­tus­haus­halt dis­ku­tie­ren, damit wir im Dezem­ber auch wirk­lich sagen können: Wir haben einen Weg aus der Schul­kri­se gefun­den.“