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Ein Gespräch setzt drei ent­schei­dende Dinge voraus:
Ers­tens: Respekt vor dem Gesprächs­partner.
Zwei­tens: Inter­esse an einem offenen Aus­tausch.
Drit­tens: Kennt­nis­nahme von Fakten.

Nichts von all dem ist bei PEGIDA zu erkennen. Die For­de­rungen – ganz gleich ob die ursprüng­li­chen 19 oder die ver­kürzten 6 – zeigen, dass PEGIDA ein­fache Fakten nicht zur Kenntnis nimmt. So hat Deutsch­land bei­spiels­weise ein Gesetz, das die Zuwan­de­rung regelt. Unser Grund­ge­setz for­mu­liert im Artikel 2 bereits eine Pflicht zur Inte­gra­tion. Und im Bereich der Inneren Sicher­heit hat die SPD in Sachsen 2014 einen Stopp des Stel­len­ab­baus erwirkt. Diese Fakten werden von PEGIDA nicht aner­kannt. PEGIDA hat nach wie vor kein Inter­esse am offenen Aus­tausch. Gesprächs­an­ge­bote, Inter­views oder die Teil­nahme an Dis­kus­si­ons­runden wurden immer wieder bis heute abge­lehnt. Und PEGIDA hat keinen Respekt vor allen Men­schen, die ihre Mei­nung nicht teilen. Viel­mehr bestimmen pau­schale Vor­ur­teile, Belei­di­gungen und Dif­fa­mie­rungen den Ton von PEGIDA. Damit dis­qua­li­fi­ziert sich PEGIDA selbst. Wenn PEGIDA in einen Dialog ein­treten will, dann müssen sich die Orga­ni­sa­toren und Mit­läufer erst einmal wieder in den demo­kra­ti­schen Pro­zess inte­grieren. Und das heißt: Respekt vor anderen Men­schen haben, Inter­esse an einem offenen Aus­tausch zeigen und end­lich einmal Fakten zur Kenntnis nehmen. Inso­fern hat sich an unserer Hal­tung nichts geän­dert – so lange Pegida so agiert wir bisher, können und werden wir sie auch nicht zu einem Dialog ein­laden.

Unab­hängig davon ist jede Bür­gerin und jeder Bürger ein­ge­laden, die zahl­rei­chen Gesprächs­an­ge­bote anzu­nehmen – bei­spiels­weise die unserer Abge­ord­neten und Minister oder der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung.