Jörg Vieweg, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu den sächsischen Ergebnissen beim Ausbau Erneuerbarer Energieanlagen im Jahr 2015:

„Sachsen hat bei den Erneuerbaren Energien zu lang auf der Bremse gestanden. Zwar sind die 2012 gesetzten Ausbauziele mit 28 Prozent Energie aus Wind, Sonne, Biomasse und Wasser mittlerweile erreicht. Sachsen rangiert damit aber immer noch auf dem letzten Platz im Vergleich mit allen anderen ostdeutschen Flächenländern. Die Regierungsbeteiligung der SPD hat für deutlich ambitioniertere Ziele gesorgt. Bis 2025 sollen 45 Prozent des gesamten Energieverbrauchs, der Wärmeversorgung und der Mobilität im Freistaat aus Erneuerbaren Energiequellen stammen. 2035 sollen es 60 Prozent sein. Langfristig setzt die SPD auf 100 Prozent saubere Energieerzeugung auch im Freistaat. Hauptziel bleibt dabei der Kampf gegen den Klimawandel. Hier muss auch Sachsen seinen Beitrag leisten.“

Jörg Vieweg drängt daher auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte Fortschreibung des Sächsischen Energie- und Klimaprogramms. „Aus dem Energie-und Klimaprogramm muss ein Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 werden“, so die Vorstellungen des Energieexperten der SPD-Fraktion.

Dabei seien für Vieweg die Ergebnisse des jüngsten Klimagipfels in Paris ein Meilenstein und enthielten auch wichtige Botschaften für Sachsen. „Wenn selbst die Bundeskanzlerin die Ergebnisse von Paris begrüßt, müssen auch wir vor Ort zügig handeln. Ein ‚Weiter so‘ bei der Nutzung fossiler Energieträger darf es auch in Sachsen nicht geben. Sonst zerstören wir unsere eigenen Lebensgrundlagen und die unserer Kinder.“

„Es nützt allerdings nichts, nur weiter Erneuerbare Energien auszubauen, wenn nicht gleichzeitig auch die Netze fit gemacht und viele dezentrale Speicher ermöglicht werden. Mehr noch: Wenn wir den Ausbau der Speichertechnologien nicht verbessern, wird es nichts mit unseren ehrgeizigen Zielen“, so Vieweg. Aus diesem Grund setzt die sächsische Regierungskoalition nicht ausschließlich auf den Neubau von Anlagen. Genauso wichtig sind der Ausbau von Netzen, Speichern und Energieforschung. Deshalb wurde im November 2015 ein Masterplan Energieforschung und Speichertechnologie auf den Weg gebracht.