+++ Koali­ti­on sichert Schul­geld­frei­heit +++ lang­fris­ti­ges Fach­kräf­te­mo­ni­to­ring in der früh­kind­li­chen Bil­dung +++ Assis­tenz­kräf­te in Kin­der­gar­ten und Hort mög­lich +++

Sabine Frie­del, bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, am Frei­tag zum Bil­dungs­stär­kungs­ge­setz (Druck­sa­che 7/3650):

Der Bil­dungs­aus­schuss hat heute die Annah­me des Bil­dungs­stär­kungs­ge­set­zes emp­foh­len. Der Gesetz­ent­wurf und der  Ände­rungs­an­trag der Koali­ti­on können nun im Dezem­ber im Plenum des Land­ta­ges behan­delt und beschlos­sen werden.

Wich­tigs­ter Punkt des Geset­zes­vor­ha­bens ist die Abschaf­fung des Schul­gelds für Erzie­he­rin­nen und Erzie­her.

„Vor eini­gen Jahren wurde die Pfle­ge­aus­bil­dung kos­ten­frei, jetzt folgen die Erzie­he­rin­nen und Erzie­her. Das zeigt end­lich, wie wich­tig diese Berufe für unsere Gesell­schaft sind. Solche per­so­nen­be­zo­ge­nen Tätig­kei­ten – den Dienst am Men­schen – kann keine Digi­ta­li­sie­rung erset­zen. Wir wollen die sozia­len Berufe weiter stär­ken und sind froh um jeden Schritt“, erklärt Sabine Frie­del.

Im Laufe der Bera­tun­gen hat die Koali­ti­on den Gesetz­ent­wurf wei­ter­ent­wi­ckelt und einen Ände­rungs­an­trag for­mu­liert. Dieser sieht unter ande­rem vor, neben der Erzie­her­aus­bil­dung auch die Aus­bil­dung in der Hei­ler­zie­hungs­pfle­ge kos­ten­frei zu stel­len. Damit kann die Inklu­si­on in der früh­kind­li­chen Bil­dung weiter vor­an­ge­bracht werden.

„Das war erst aus finan­zi­el­len Grün­den nicht mög­lich. Inzwi­schen ist es aber gelun­gen, diese Mittel aus dem SPD-Budget des ‚Start2020’-Programms bereit­zu­stel­len. So wird rück­wir­kend zum August 2020 auch diese Aus­bil­dung schul­geld­frei und damit eine For­de­rung zahl­rei­cher Ver­bän­de umge­setzt“, stellt Frie­del heraus.

„Mit dem Bil­dungs­stär­kungs­ge­setz führen wir außer­dem ein ver­bind­li­ches Fach­kräf­te-Moni­to­ring ein. Dies wird in Zukunft helfen, Bedar­fe früh­zei­tig zu erken­nen, um so eine lang­fris­ti­ge Fach­kräf­te-Stra­te­gie zu ent­wi­ckeln. Wir haben im Ände­rungs­an­trag noch­mals klar gestellt, dass unser Anspruch wei­ter­hin gut aus­ge­bil­de­te und hoch qua­li­fi­zier­te
Päd­ago­gen sind. Als Refe­renz­punkt für die Bedarfs­pla­nung haben wir daher den Erzie­her­be­ruf mit einer Aus­bil­dung auf Niveau­stu­fe 6 des Deut­schen Qua­li­fi­ka­ti­ons­rah­mens defi­niert“, so Frie­del weiter.

„Um kurz­fris­tig auf den bestehen­den Fach­kräf­te­man­gel reagie­ren zu können, wird der bereits im Krip­pen-Bereich ermög­lich­te Assis­tenz­kraft-Ein­satz auch im Kin­der­gar­ten und Hort ermög­licht. Im Nach­gang der Anhö­rung hat die Koali­ti­on auch in diesem Bereich nach­ge­schärft. Klar ist, dass die Vor- und Nach­be­rei­tungs­zeit auch für Assis­tenz­kräf­te gilt und die 20-Pro­zent-Grenze je Ein­rich­tung gilt. Zugleich wird mit dem Ein­satz von Assis­tenz­kräf­ten ein Qua­li­fi­zie­rungs­an­spruch ver­bun­den. Ziel muss es sein, dass sich die päd­ago­gisch vor­qua­li­fi­zier­ten Assis­tenz­kräf­te berufs­be­glei­tend zur Erzie­he­rin bzw. zum Erzie­her  fort­bil­den können. Dies wird das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­ord­nung regeln“, führt Frie­del aus. „Und bei der Über­ar­bei­tung der Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­ord­nung sollte es auch zur Öff­nung für wei­te­re Berufs­grup­pen kommen. So soll­ten Tanz‑, Musik‑, Thea­ter- oder Kunst­päd­ago­gen als Fach­kräf­te in Kitas mit ent­spre­chen­den Kon­zep­ten ein­ge­setzt werden können.“

Gesetz­ent­wurf der Staats­re­gie­rung (7÷3650): https://​www​.spd​-frak​ti​on​-sach​sen​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​7​_​D​r​s​_​3​6​5​0​_​0​_​1​_​1​_​.​pdf

Ände­rungs­an­trag der Koali­ti­on: https://​www​.spd​-frak​ti​on​-sach​sen​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​A​e​A​-​C​G​S​_​B​i​l​d​u​n​g​s​s​t​a​e​r​k​u​n​g​s​G​_​V​e​r​s​a​n​d​.​pdf