„Welchen Bedarfe es an Fachkräften gibt, können die Unternehmen selbst am besten abschätzen“, so Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und arbeitsmarktpolitischer Sprecher, am Mittwoch im Landtag. „Dafür brauchen die Unternehmen keine Kommission“, lehnte er ein entsprechendes Ansinnen der  AfD-Fraktion ab.

„Stattdessen müssen wir – gemeinsam mit der sächsischen Wirtschaft und den Unternehmen in Sachsen – die Fachkräftestrategie weiterentwickeln. Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir genau dies tun werden und – wenn nötig – diese Strategie um eine Fachkräftebedarfsanalyse für Berufe der staatlichen Daseinsvorsorge erweitern.“

„Die Unternehmen brauchen unsere gezielte Unterstützung, etwa in den Bereichen der Aus- und Weiterbildung. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Kammern, Arbeitgebern und Gewerkschaften die Rahmenbedingungen für mehr qualifizierte Ausbildungsplätze im dualen System verbessern.

Auch die systematische Berufsorientierung gehört zu unserer Fachkräftestrategie – mit Praktikumsangeboten bereits ab der 7. Klasse. Und schließlich stehen auch ältere Beschäftigte im Fokus. Deren Potenziale sind noch lange nicht genutzt und mit dem Stichwort ‚Lebenslanges Lernen‘ auch nur ansatzweise beschrieben.“

„Und wir brauchen eine Willkommenskultur und eine Anerkennung von guter Arbeit. Wir brauchen ein weltoffenes Sachsen sowie bessere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte. Das brauchen wir, wenn wir in Sachsen auch weiterhin eine starke Wirtschaft haben wollen und nicht noch eine neue Kommission.“