„Nach der Wiedervereinigung gab es für viele Menschen in Sachsen große Umbrüche. Besonders stark hat es dabei Frauen getroffen: Arbeitslosigkeit, Herabwürdigung der Lebensleistung und Ungerechtigkeiten waren keine Seltenheit.  Auch wenn sich diese folgenschweren Fehler nicht mehr beheben lassen, sie müssen aufgearbeitet werden. Für eine Würdigung der Lebensleistung ostdeutscher Frauen ist es nie zu spät! Nur damit können wir vermeiden, dass solche Fehler wiederholt werden“, erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Iris Raether-Lordieck, anlässlich des Internationalen Frauentages.

„Unsere Aufgabe ist es, nicht nur zum Frauentag alte Ungerechtigkeiten, sondern auch fortbestehende Benachteiligungen anzugehen. Sie gehören in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Gleichstellung von Frauen ist entscheidend für eine gerechte Gesellschaft. Aber noch immer gibt es zu viele Benachteiligungen: Frauen erhalten weniger Lohn als Männer. Frauen haben im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen begrenzte Aufstiegschancen“, so Raether-Lordieck weiter. „Nicht zuletzt ist nach wie vor die traditionelle Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern in vielen Köpfen verankert. Wir wehren uns dagegen, dass Rechtspopulisten wieder ein äußerst konservatives Familienbild propagieren.“

Iris Raether-Lordieck und die SPD-Fraktion nehmen den Frauentag zum Anlass, mit Frauen und Mädchen ins Gespräch zu kommen und sie zu ermutigen. Außerdem verleiht die Landtagsfraktion am Abend des 8. März ihren nunmehr 19. Frauenpreis. 15 Frauen- und Mädcheninitiativen beziehungsweise einzelne Frauen haben sich darum beworben.