„Wenn heute die GEW erneut ihre Bereitschaft zur gemeinsamen Problemlösung erklärt, um einen Landestarifvertrag zu verhandeln, sollten wir besser heute als morgen zusammenkommen.  Denn der Lehrerberuf muss attraktiver werden“, so SPD-Bildungsexpertin Sabine Friedel am Donnerstag nach der Pressekonferenz der GEW. „Die Ungerechtigkeiten bei der Vergütung von langjährigen Lehrkräften mit DDR-Ausbildung müssen endlich beseitigt werden. Die Grundschullehrerinnen müssen Anerkennung für ihre Arbeit erfahren und künftig in der Entgeltgruppe 13 statt 11 vergütet werden. Und es ist eine langfristige Bildungsplanung notwendig, damit es genügend Studien- und Referendariatsplätze sowie Lehrerstellen gibt.

Mit Blick auf das Lehrermaßnahmepaket sagte die Bildungsexpertin: „Das Paket hat zum damaligen Zeitpunkt die richtigen Schwerpunkte gesetzt. Einige Maßnahmen wirken bereits. So wurde das Stundenmaß für Grundschullehrerinnen auf 27 Unterrichtsstunden pro Woche abgesenkt. Die Oberschullehrer werden nunmehr alle in der Entgeltgruppe 13 eingruppiert.“

An vielen kleinen Punkten bleibt das Maßnahmepaket jedoch hinter den Erwartungen zurück, da es bislang an der zielstrebigen Umsetzung mangelte“, so Friedel weiter. „Noch immer warten wir auf konkrete Schritte zur Entlastung und Arbeitserleichterung für Lehrerinnen und Lehrer. Das Modellprojekt für Schulverwaltungsassistenten läuft viel zu spät an. Ärgerlich ist auch die bisherige Verweigerungshaltung im Kultus- sowie im Finanzministerium, mit den Personalräten Kriterien für die Verteilung von Zulagen zu vereinbaren. So wird es nicht gelingen, mit Zulagen Lehrerinnen und Lehrer an die Schulen zu bekommen, wo der Mangel am gravierendsten ist.“