„Mit dem jetzt ver­ab­schie­deten Haus­halt für den Bil­dungs­be­reich wird der Schule der Zukunft der Weg bereitet“, so Bil­dungs­ex­pertin Sabine Friedel. „Die SPD hat sich mit Nach­druck dafür ein­ge­setzt, dass ein umfang­rei­ches Inves­ti­ti­ons­paket für Kitas und Schulen auf­ge­legt wird. Wir geben den Kom­munen Pla­nungs­si­cher­heit, damit auch in den kom­menden fünf Jahren kon­ti­nu­ier­lich neu gebaut, moder­ni­siert und saniert werden kann. Die Koali­ti­ons­frak­tion bes­sern den Regie­rungs­ent­wurf nach: Das Budget für neue Inves­ti­tionen steigt von 57 Mil­lionen auf 197 Mil­lionen Euro. Zusätz­lich stehen wei­tere Mittel aus Bun­des­pro­grammen bereit, sodass ins­ge­samt 419 Mil­lionen Euro neu bewil­ligt werden können, um Kitas und Schule als soziale Infra­struktur zu sichern.“

„Unser Anspruch ist: Alle Kinder mit­nehmen. Des­halb legen wir ein Augen­merk auf Ein­rich­tungen mit beson­derem Bedarf. So können in Zukunft beson­dere soziale Her­aus­for­de­rungen bei der För­de­rung berück­sich­tigt werden. Der Bil­dungs­haus­halt stellt hierfür die Wei­chen. In diesem Jahr werden die orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zungen geschaffen, damit im kom­menden Jahr ent­spre­chende Hilfen greifen können. In 2022 werden für Schulen mit beson­deren Bedarfen 2,1 Mil­lionen Euro zusätz­lich bereit­stehen, für Kitas knapp 2,9 Mil­lionen Euro“, so Friedel. „Und auch die Eltern-Kind-Zen­tren werden wir wei­ter­fi­nan­zieren, denn sie sind ein Erfolg. Ich bin froh, dass sich die Koali­ti­ons­frak­tionen an diesem Punkt noch auf Nach­bes­se­rungen am Haus­halts­ent­wurf der Staats­re­gie­rung geei­nigt haben. Für die Zen­tren stehen nun 157.500 Euro in diesem und 315.000 Euro im kom­menden Jahr zur Ver­fü­gung.“

„Für die Zukunft wün­sche ich mir, dass wir den Weg zu mehr Unter­stüt­zung an den Schulen fort­setzen: Schul­as­sis­tenz, Schul­so­zi­al­ar­beit, Pra­xis­be­rater und Inklu­si­ons­as­sis­tenz werden mit dem neuen Haus­halt abge­si­chert und ver­stärkt. So ent­steht ein Team an der Schule der Zukunft, das die Kinder best­mög­lich beim Lernen begleitet“, erklärt Friedel. „Fun­da­ment dieses Teams sind natür­lich unsere Leh­re­rinnen und Lehrer. Es ist daher richtig, jetzt wei­tere 600 Leh­rer­stellen zu schaffen, in 2022 wird es dann 31.000 Leh­rer­stellen geben. Auch hier werden wir in Zukunft wei­tere Anstren­gungen unter­nehmen müssen, um sowohl Unter­richt als auch unter­richts­er­gän­zende Ange­bote oder aber eine Klas­sen­lei­ter­stunde absi­chern zu können.“

„Einen Schritt nach vorn können wir jetzt bei der Ganz­tags­grund­schule tun. Mit dem Rechts­an­spruch auf Ganztag ist der Wandel ein­ge­leitet. Jetzt gilt es, Grund­schule, Hort und externe Ganz­tags­an­ge­bote zusam­men­zu­führen und den rhyth­mi­sierten Ganztag in den Blick zu nehmen. Die Wie­der­ein­rich­tung der ‚Ser­vice­stelle Ganztag‘ und der ‚Ganz­tags­pilot‘ werden dabei helfen. Für das Modell­pro­jekt ‚Ganz­tags­pilot‘ werden knapp 5 Mil­lionen Euro bereit­stehen, um es über vier Schul­jahre hinweg zu unter­stützen“, so Friedel abschlie­ßend.