„Der Weg, den wir noch gehen müssen, um aus unseren sächsischen Schulen mit Ganztagsangeboten tatsächlich gute Ganztagsschulen zu machen, ist noch lang“, so Sabine Friedel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, am Mittwoch zur aktuellen Landtagsdebatte über die Entwicklung der Schulen. „Eine gute Ganztagsschule lebt davon, dass sie das Lernen tatsächlich ganztägig ermöglicht, dass es einen guten Wechsel zwischen Unterricht, selbständiger Arbeit und freier Spielzeit gibt”, beschrieb die Bildungsexpertin das Ziel.

„An vielen Schulen in freier Trägerschaft sieht man genau solche Ganztagsmodelle. Auch einige öffentliche Schulen haben sich trotz anders lautender Vorgaben der Bildungsagenturen in Eigenregie auf den Weg zum echten Ganztag gemacht.“

„Wir brauchen jetzt dringend eine Weiterentwicklung, um wirklich gute Ganztagsschulen anbieten zu können. Wir brauchen mehr Freiheit für die Schulen, multiprofessionelle Teams an den Schulen und mehr Platz in den Schulen“, so Friedel.

Friedel verwies darauf, dass die Initiative zum Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland 2003 von der damaligen Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) ausgegangen war. Sie hatte damals ein Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ im Umfang von vier Milliarden Euro auf den Weg gebracht.