„Die Herausforderung der kommenden Jahre wird die Vielfalt im Klassenzimmer sein, der unsere Bildung besser gerecht werden muss“, so die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Sabine Friedel am Dienstag zur Studie “PISA 2015”. „Wenn Kultusministerin Kurth die Professionalität der Lehrer stärken möchte, hat sie die SPD-Fraktion an ihrer Seite. Der zentrale Schlüssel liegt dabei in einer reformierten Lehrerbildung, die sich den Herausforderungen der Zeit stellt: Digitale Medien und der Umgang mit Diversität sollen in den Vordergrund rücken. Die PISA-Sieger zeigen zudem, dass der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften ein größerer Stellenwert beizumessen ist.“

Friedel weiter: „Aber auch die angekündigte Unterrichtsentwicklung mit reformierten Stundentafeln und Lehrplänen muss zügig angegangen werden. Wenn PISA offen legt –  wie OECD-Bildungsforscher Andreas Schleicher sagt -, dass Mathe und Naturwissenschaften als ‚Paukfächer‘ angesehen werden, müssen wir einen größeren Lebensbezug im Unterricht herstellen können.“

Hintergrund: Die heute vorgestellt PISA-Studie zufolge erzielten die 15-jährigen Schüler in Naturwissenschaften und Mathematik schlechtere Ergebnisse als drei und sechs Jahre zuvor, blieben aber mit ihren Leistungen dennoch im oberen Drittel der internationalen Rangliste. Im Testbereich Lesekompetenz ging es bei der Punktzahl leicht aufwärts. OECD-Bildungsforscher Schleicher heute im dpa-Interview: „In Deutschland sehen viele Schüler Naturwissenschaften und Mathe als Paukfächer, aber nicht als Thema, das ihr Leben verändern kann.“