„Eine ‚Straf­ge­bühr‘ bei Not­fäl­len darf es nicht geben. Bei einer sol­chen Gebühr würden wir Gefahr laufen, dass beson­ders Gering­ver­die­nen­de vom Not­fall­be­such abge­hal­ten werden“, erklär­te Dagmar Neu­kirch, Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­re­rin der SPD-Land­tags­frak­ti­on und Spre­che­rin für Sozia­les, Gesund­heit und Pflege zu einem ent­spre­chen­den Vor­schlag der Kas­sen­ärz­li­chen Ver­ei­ni­gung Sach­sen. „Im Not­fall muss die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung frei zugäng­lich sein. Es gibt ohne Zwei­fel Reform­be­darf bei der Not­fall­ver­sor­gung. Aber eine Not­fall­ge­bühr ist nicht der rich­ti­ge Weg. Infor­ma­ti­ons­de­fi­zi­te und struk­tu­rel­le Pro­ble­me können wir nicht zu Lasten der Bür­ge­rin­nen und Bürger klären.“

„Nötig ist mehr Auf­klä­rung über den kas­sen­ärzt­li­chen Bereit­schafts­dienst und dessen Ruf­num­mern. Die Bür­ge­rin­nen und Bürger müssen diese Alter­na­ti­ven kennen. Die Ruf­num­mer 116117 für den Bereit­schafts­dienst muss viel bekann­ter werden, damit die Men­schen sich an den rich­ti­gen Dienst wenden können. Dazu werden die fünf inte­grier­ten Leit­stel­len in Sach­sen, die die erste Anlauf­stel­le für Hil­fe­su­chen­de sind, einen wich­ti­gen Bei­trag leis­ten. Diese Punkte hat auch das Gemein­sa­me Lan­des­gre­mi­um, das die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung an der Schnitt­stel­le zwi­schen ambu­lan­ter und sta­tio­nä­rer Ver­sor­gung ver­bes­sern soll, auch als Emp­feh­lun­gen aus­ge­spro­chen. In diesem Gre­mi­um sitzen alle rele­van­ten Akteu­re, auch die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung.“