Juliane Pfeil-Zabel, Spre­cherin für Fami­li­en­po­litik der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, erklärt zum Akti­onstag „Weil Kinder Zeit brau­chen“ des Gras­wur­zel­bünd­nisses „Die bes­sere Kita“ am 20. Sep­tember:

+++ Debatte über bes­sere Qua­lität nutzen +++ Ver­bes­se­rungen seit 2014 +++ Unter­stüt­zung durch den Bund erfor­der­lich +++

„Mir ist es wichtig, die Qua­lität in der früh­kind­li­chen Bil­dung weiter zu ver­bes­sern und auch die Debatte dar­über zu führen, wie das gelingen kann. Ich begrüße die Grün­dung und die Aktionen des Gras­wur­zel­bünd­nisses ‚Die bes­sere Kita‘ daher aus­drück­lich. In der letzten Woche habe ich mich bereits mit Akteu­rinnen und Akteuren der Initia­tive im Landtag getroffen. Uns allen ist klar, dass gesell­schaft­li­cher Druck not­wendig ist, um Mehr­heiten für bes­sere Kitas zu erlangen. Ich finde, es ist ein loh­nens­wertes Ziel hierfür gemeinsam zu kämpfen, um unseren Kin­dern best­mög­liche Bil­dungs­chancen zu bieten“, so die Kita-Expertin der SPD-Frak­tion.

„Auch wenn noch wei­tere Ver­bes­se­rungen not­wendig sind – in Sachsen hat sich seit 2014 einiges getan. Wir haben auf Druck der SPD erst­mals seit 1991 den Betreu­ungs­schlüssel ange­passt und somit deut­lich mehr Lan­des­zu­schüsse für die Kom­munen bereit­ge­stellt. In dieser Legis­latur beläuft sich das auf mehr als 576 Mil­lionen Euro zusätz­lich. Allein im nächsten Jahr wird der Frei­staat den Kom­munen 607 Mil­lionen Euro für die Ko-Finan­zie­rung der Kitas bereit­stellen“, so Pfeil-Zabel mit Blick auf die Arbeit der Koali­tion in Sachsen. „Ich weiß, dass das noch nicht überall zu den gewünschten Effekten geführt hat. Ich bin mir aber sicher, dass die Ver­än­de­rungen zu einer Ver­bes­se­rung vor Ort führen werden.“

Mit Blick auf den Bund macht Pfeil-Zabel klar: „Eine stär­kere finan­zi­elle Unter­stüt­zung des Bundes würde auch in Sachsen sehr helfen. Mit einem Kita-Qua­li­täts­ge­setz, wie von der SPD vor­ge­schlagen, und den zusätz­li­chen Res­sourcen wäre es z.B. mög­lich, den Betreu­ungs­schlüssel weiter zu ver­bes­sern oder Vor- und Nach­be­rei­tungs­zeiten für Erzie­he­rinnen und Erzieher zu finan­zieren. Diese Maß­nahmen sind aus meiner Sicht not­wendig, um den Erzieher-Beruf attrak­tiver zu machen und so mehr junge Men­schen dafür zu begeis­tern. Ganz beson­ders würde ich mich freuen, wenn Martin Schulz den Plan der SPD, die Bil­dung ab der Kita kom­plett kos­ten­frei zu gestalten, umsetzen kann. Das wäre eine Rie­sen­schritt. Denn gute Kin­der­be­treuung ebnet den Jüngsten einen guten Start ins Leben. Dieser sollte unab­hängig vom Geld­beutel der Eltern sein. Das ist gerecht, dafür wollen wir auf allen poli­ti­schen Ebenen ein­treten.“

Hin­ter­grund:

Häu­fige Fragen und Ant­worten zum Thema Kita finden sich unter: http://​www​.spd​-frak​tion​-sachsen​.de/​k​i​t​a​-​2​0​17/

Ter­min­hin­weis:

An den jewei­ligen Fami­li­en­festen bzw. Aktionen zum Welt­kin­dertag werden Juliane Pfeil-Zabel und Albrecht Pallas in Dresden, Jörg Vieweg in Chem­nitz, Holger Mann in Leipzig und Hen­ning Homann in Frei­berg teil­nehmen. Zudem sind die Abge­ord­neten Simone Lang (Kita „Knirp­sen­land“ in Löß­nitz), Holger Mann (Kin­der­ta­ges­stätte Els­beth­stift in Leipzig-Gohlis) und Iris Rather-Lor­dieck (Kita „Am Was­ser­turm“ in Lim­bach-Ober­frohna) zu Vor­le­se­ak­tionen und Gesprä­chen mit den Erzieher/​innen vor Ort im jewei­ligen Wahl­kreis unter­wegs.