Kompromiss zur Gemeinschaftsschule – für gute Bildungserfolge, zufriedene Schüler und erfüllenden Arbeitsort für Lehrer

Sabine Friedel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Mittwoch zur zweiten Beratung des Volksantrags „Längeres gemeinsames Lernen in Sachsen“

Friedel: Kompromiss zur Gemeinschaftsschule – für gute Bildungserfolge, zufriedene Schüler und erfüllenden Arbeitsort für Lehrer

„Seit mehr als 29 Jahren streitet dieses Land über das längere gemeinsame Lernen. Das, was wir heute vorhaben, ist, diesen Streit endlich beizulegen“, so SPD-Bildungsexpertin Sabine Friedel unmittelbar vor der Verabschiedung des Gesetzes zur Einführung der Gemeinschaftsschule in Sachsen.

Mit der Verankerung der Gemeinschaftsschule im Schulgesetz schaffen wir heute die ganz praktische Möglichkeit zu zeigen, dass das längere gemeinsame Lernen funktioniert. Zu zeigen, dass Gemeinschaftsschulen gute Bildungserfolge erzielen. Dass sie zufriedene Schülerinnen und Schüler haben. Dass sie für Lehrkräfte ein erfüllender Arbeitsort sind. Und dass sie unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.“

„In den letzten 29 Jahren haben wir Sozialdemokraten viele Anläufe unternommen, den kategorischen Ausschluss des längeren gemeinsamen Lernens in Sachsen zu durchbrechen“, blickte Friedel zurück und verwies unter anderem auf die Einführung von neun Gemeinschaftsschulen als Modellversuch im Jahr 2004 und die Änderung des Schulgesetzes 2014 mit mehr Durchlässigkeit, Campuslösung und neuer Bildungsempfehlung.

Mit dem Volksantrag hat sich im vergangenen Jahr eine neue Tür geöffnet. Wir sind den Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Bündnis sehr dankbar dafür. Wir sind den Hunderten Engagierten dankbar, die Unterschriften gesammelt haben. Und den 50.000 Bürgerinnen und Bürgern, die unterschrieben haben.“

„Wir haben in den letzten Monaten innerhalb der Koalition sehr intensiv diskutiert. Denn auch wenn seit 1991 fast 30 Jahre vergangen sind, so gilt bei diesem Thema ja immer noch die damalige Konfliktlinie zwischen der CDU auf der einen und SPD, Grünen und Linken auf der anderen Seite.“

„Wenn es nach einer Landtagswahl eben nicht reicht für eine Alleinregierung der SPD oder für Rot-Rot-Grün – aber eben auch nicht für eine Alleinregierung der CDU – wenn die Leute nun mal so wählen, wie sie wählen, dann muss man sich zusammenraufen. Das haben wir gemacht.“