Nach der heutigen Anhörung des fraktionsübergreifenden Antrags „Gegen das Vergessen – Gedenkstättenbesuche als Beitrag zur historisch-politischen Bildung und Demokratiebildung an weiterführenden Schulen fördern und fortentwickeln“ (Drs 8/4845) im Ausschuss für Schule und Bildung sieht Gerald Eisenblätter, Sprecher für Bildung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, breite Unterstützung für die geplante Stärkung der Gedenkstättenarbeit:
„Gedenkstätten sind wichtige Lernorte. Sie helfen jungen Menschen zu verstehen, wohin Rassismus, Antisemitismus und Diktaturen führen können. Die Anhörung hat deutlich gemacht, dass Besuche solcher Orte einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung leisten. Die Expert:innen empfehlen, weiterhin auf Freiwilligkeit zu setzen, aber zugleich mehr Freiräume im Lehrplan zu schaffen sowie die pädagogische Vor- und Nachbereitung und Begleitung zu stärken.
Betont wurde zudem die Bedeutung verlässlicher Strukturen für Schulen und Gedenkstätten. Dazu gehören ausreichend Beratungsangebote, Fortbildungen für Lehrkräfte sowie eine langfristige finanzielle Absicherung der Einrichtungen und Programme.
Ein stärkerer Gegenwartsbezug, der die Diversität der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und auch digitale Lernformate einbezieht, ist elementar. Wenn wir wollen, dass junge Menschen aus der Geschichte lernen, die Gegenwart reflektieren und Verantwortung übernehmen, müssen wir diese Lernorte stärken und ihre Arbeit langfristig sichern.”
