„Mit dem heu­tigen Tag schlagen wir ein neues Kapitel in puncto ‚Gute Arbeit an Hoch­schulen‘ auf“, erklärte Holger Mann, Spre­cher für Hoch­schule und Wis­sen­schaft, am Mitt­woch im Landtag zum Koali­ti­ons­an­trag „Wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs, Lehr­be­auf­tragte und Mit­telbau an säch­si­schen Hoch­schulen stärker för­dern“. Der Antrag (Drs. 6/2006) wurde ein­stimmig beschlossen.

„Der Frei­staat Sachsen bringt gemeinsam mit den säch­si­schen Hoch­schulen eine eigen­stän­dige Initia­tive auf den Weg, um die Beschäf­ti­gungs­si­tua­tion an säch­si­schen Hoch­schulen wie mög­liche Per­spek­tiven für den wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs zu ver­bes­sern.“ Die breite Unter­stüt­zung im Landtag für den Antrag sei ein wich­tiges Zei­chen.

Zen­traler Bau­stein für eine bes­sere För­de­rung sollen Per­so­nal­ent­wick­lungs­kon­zepte sein. „Mit diesen werden Dau­er­auf­gaben in Lehre und For­schung defi­niert, Auf­stiegs­chancen trans­pa­rent auf­ge­zeigt sowie wis­sen­schaft­liche Lauf­bahnen plan­barer gemacht. Zudem soll es künftig Min­dest­stan­dards bei Befris­tungen von Arbeits­ver­trägen geben. Län­gere Ver­trags­lauf­zeiten, egal ob für Qua­li­fi­zie­rungs- oder Dritt­mit­tel­stellen, schaffen Pla­nungs­si­cher­heit für Wis­sen­schaft­le­rinnen und Wis­sen­schaftler und die  Hoch­schulen. Aber auch die Arbeits­be­din­gungen von Lehr­be­auf­tragten sowie wis­sen­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Hilfs­kräften sollen sich ver­bes­sern, leisten diese doch einen wich­tigen Bei­trag für gute Lehre an unseren Hoch­schulen.“

„Heute kommen wir der Ver­ant­wor­tung des Frei­staates nach, indem wir im poli­ti­schen Raum die Debatte der ver­gan­genen Jahre auf­greifen und in kon­kretes Han­deln münzen. Wir sind uns bewusst, dass dies kein ein­fa­cher Weg wird, ange­sichts des recht­li­chen und finan­zi­ellen Rah­mens.  Es ist jedoch ein Weg, der im Dialog mit den Hoch­schulen und dem Bund erfolg­reich gestaltet werden kann.“