„Eine durch­schnitt­li­che Abbre­cher­quo­te von 25 % in der Berufs­aus­bil­dung können wir uns gerade in Sach­sen nicht leis­ten. Wir brau­chen jeden Aus­zu­bil­den­den, denn das sind unsere Fach­kräf­te von Morgen“, so Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der und arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher, am Don­ners­tag. „Es gibt nicht DIE eine Maß­nah­me, die alles rich­tet. Wir müssen an meh­re­ren Stel­len anset­zen. Dabei muss es um eine bes­se­re Ver­gü­tung, die Ver­bes­se­rung der Aus­bil­dungs­qua­li­tät und die Stär­kung von Jugend­be­rufs­agen­tu­ren gehen.

„Der von der Großen Koali­ti­on ver­ein­bar­te Azubi-Min­dest­lohn – die soge­nann­te  Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung – wird für Ver­bes­se­run­gen sorgen und sollte des­halb schnell umge­setzt werden. Denn auch Aus­zu­bil­den­de haben ein Recht auf eine ange­mes­se­ne Bezah­lung, um ihren Lebens­un­ter­halt zu sichern. Dies würde gerade in den Berei­chen mit den höchs­ten Abbre­cher­quo­ten die Attrak­ti­vi­tät stei­gern.“

„Wir müssen gleich­zei­tig fest­stel­len, dass nicht in allen Unter­neh­men die Aus­bil­dungs­qua­li­tät stimmt. Hier ist die Wirt­schaft in der Pflicht, gemein­sam mit den Kam­mern Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln“, so Homann weiter.

„Im Frei­staat haben wir mit dem Aufbau der Jugend­be­rufs­agen­tu­ren bereits einen wich­ti­gen Schritt unter­nom­men. Unser Ziel ist es, dass durch die Zusam­men­ar­beit von Job­cen­ter, Arbeits­agen­tur, Schu­len und Kom­mu­nen jeder Jugend­li­che in Sach­sen den ihm ent­spre­chen­den Weg ins Berufs­le­ben findet. Dabei spielt die Berufs­ori­en­tie­rung eine immer grö­ße­re Rolle. Denn wer eine rea­lis­ti­sche Vor­stel­lung von seinem Job hat, wird die rich­ti­ge Berufs­wahl tref­fen“, so Homann abschlie­ßend.