„Dialog ist rich­tig, aber bitte nicht nur mit den Lauten, Schril­len und Aggres­si­ven“, erklär­te Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und demo­kra­tie­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on am Don­ners­tag im Land­tag. „In der Poli­tik darf es nicht darum gehen, wer am lau­tes­ten ist, son­dern darum, wer die besten Argu­men­te hat. Lassen Sie uns auch den leisen Kri­ti­kern zuhö­ren. Lassen Sie uns den Min­der­hei­ten zuhö­ren. Lassen Sie uns denen zuhö­ren, die kein oder noch kein Wahl­recht haben, wie Kin­dern oder Migra­tin­nen und Migran­ten.“

Homann unter­strich in der Aktu­el­len Debat­te über demo­kra­ti­sche Kultur und Bür­ger­dia­log: „Wir lehnen den Dialog mit den Orga­ni­sa­to­ren von Pegida ab. Wir lehnen den Dialog mit den mit­lau­fen­den Neo­na­zis ab. Aber wir reden natür­lich mit den Leuten,  die mit­lau­fen und keine ras­sis­ti­schen Posi­tio­nen ver­tre­ten, die mit ehr­li­chen und durch­aus unter­schied­li­chen Sorgen auf die Poli­tik zukom­men.“

„Uns allen ist klar, dass unsere Demo­kra­tie besser werden muss und dass es eine ganze Menge gibt, das ver­bes­sert werden kann“, beton­te Homann. „Neben einer Hal­tung gehört zur Demo­kra­tie auch Kri­tik­fä­hig­keit. Kri­tik­fä­hig­keit und das Ein­ge­ste­hen von Feh­lern ist aktu­ell keine Tugend von Poli­tik.“

„Die Dif­fa­mie­rung der Poli­tik durch Pegida ist falsch. Wir dürfen auf der ande­ren Seite aber nicht den Fehler machen, die Erfol­ge von Poli­tik zu über­hö­hen.“ Wer Kritik an der eige­nen Poli­tik nicht zulas­se, der ver­hin­de­re offene Gesprä­che mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern.