„Der Min­dest­lohn und die Lohn­stei­ge­rungen vor allem bei nied­rigen Ein­kommen haben ent­schei­dend dabei geholfen, dass weniger säch­si­sche Kinder in Armut leben müssen. Den­noch sind 76.200 Kinder in Hartz IV 76.200 Kinder zu viel. Unser Anspruch muss es sein, dass kein ein­ziges Kind in Sachsen unter Armuts­be­din­gungen leben muss“, so Hen­ning Homann, Frak­ti­ons­vize und Spre­cher für Arbeits­markt­po­litik, am Don­nerstag in der Land­tags­de­batte „Starke Wirt­schaft, starke Löhne – Weniger Kinder in Armut“. „Also müssen wir die Ein­kom­mens­armut zu vieler Fami­lien in Sachsen weiter angehen.“

„Um Kin­der­armut in Sachsen weiter zurück­zu­drängen, ist es aus Sicht der SPD-Frak­tion not­wendig, die Tarif­partner zu stärken, mit einer aktiven Arbeits­markt­po­litik die Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit zu bekämpfen sowie Bil­dung und Aus­bil­dung zu ver­bes­sern. „Tarif­ver­träge helfen dabei, bes­sere Löhne aus­zu­han­deln und fami­li­en­ge­rechte Arbeits­be­din­gungen zu schaffen. An Tarif­ver­träge halten sich in Sachsen aller­dings nur 16 Pro­zent der Betriebe. Das ist auch eine Ursache dafür, dass die Löhne in Sachsen gerade 84 Pro­zent des West­ni­veaus errei­chen“, so Homann weiter.

Gleich­zeitig begrüßt Homann das neue TANDEM-Pro­gramm von Arbeits­mi­nister Martin Dulig: „Men­schen, die es nicht beim ersten oder auch zweiten Ver­such geschafft haben, auf dem ersten Arbeits­markt Fuß zu fassen, müssen intensiv unter­stützt werden. Jedem Sachsen, den wir in Beschäf­ti­gung bekommen, geben wir nicht nur eine beruf­liche Per­spek­tive. Wir eröffnen auch seinen Kin­dern eine Per­spek­tive auf ein selbst­be­stimmtes Leben.“