Homann: Wir stehen zusammen für das Werk in Zwickau

10.07.2026

Zu den Ergebnissen der Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen erklärt Henning Homann, Vorsitzender und Sprecher für Wirtschaft und Arbeit der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag: 
 
“Die Pläne von Blume zeugen von Verantwortungslosigkeit. Wenn die einzige Vision eines deutschen Top-Managers ist, Werke in Deutschland zu schließen, um die Produktion an billigere Standorte zu verlagern, dann ist er vielleicht kein Top-Manager, sondern ein Missmanager. Die Menschen am Band, die seit Jahrzehnten die Rendite des Konzerns erwirtschaften, dafür büßen zu lassen, dass auf der Chefebene seit Jahren Planlosigkeit herrscht, ist unverantwortlich. 
 
Wir werden in Sachsen mit allen Mitteln für das Werk in Zwickau kämpfen. Es geht um mehr als Arbeitsplätze. Eine Schließung des Werks in Zwickau wäre der Rückzug des Volkswagenkonzerns aus Ostdeutschland. Das wäre ein fatales Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland.  
 
Die vorgelegten Pläne haben offensichtlich nicht überzeugt. Das gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, diese ambitionslose Vorhabenliste zu überdenken. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Gewerkschaften den Rücken gerade machen für die Zukunft der Werke und der Beschäftigten. Die Belegschaft ist stark und zukunftsfähig aufgestellt und bereit für neue Aufgaben. Wenn die Konzernführung die Transformation der Automobilwirtschaft verschläft, dürfen dafür nicht die Arbeitnehmer in den Werken zahlen müssen. Dirk Panter hat Vorschläge gemacht, wie das Werk in Zwickau weiter betrieben werden kann. Wir sind gesprächsbereit. Aber wir sind nicht bereit, das Werk in Zwickau aufzugeben. Um keinen Preis.”