„Der Zuschuss für Ausbildungsbetriebe sichert Ausbildungsplätze in Sachsen. Das ist wichtig für die Auszubildenden und wichtig für die Fachkräftesicherung“, so Henning Homann am Dienstag. „Wir müssen bei allen Entscheidungen schon jetzt über die Corona-Krise hinaus denken. Unser Land braucht auch künftig jede und jeden, damit Sachsen nach der Krise wirtschaftlich wieder durchstarten kann.“

Von der Corona-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe mit bis zu 250 Beschäftigten, in denen Kurzarbeit gilt, werden jetzt mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung unterstützt. Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt.

„Die Situation der Auszubildenden zeigt, wie wichtig die Forderung von SPD und Gewerkschaften nach einem höheren Kurzarbeitergeld von 80 Prozent des Nettoverdienstes (87 Prozent bei ArbeitnehmerInnen mit Kindern) für die Zeit der Corona-Krise ist. Für Auszubildende, genauso wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kleinen und mittleren Einkommen, reichen die aktuell 60 Prozent Kurzarbeitergeld nicht, um über die Runden zu kommen. Hier sind die Betriebe, aber auch die Bundesregierung gefordert.“

„Auch eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass Beschäftigte in niedrigeren Einkommensgruppen häufiger in Kurzarbeit sind als Arbeitnehmer mit höherem Einkommen. Damit verstärkt sich die soziale Ungleichheit in Deutschland in der Corona-Krise. Die bisherige Blockadehaltung der Union mit Ausnahme des Arbeitnehmerflügels CDA beim Thema Kurzarbeitergeld ist nicht nur unsozial, sondern auch wirtschaftliche unklug. Eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes würde die Binnenkonjunktur stützen und unmittelbar dabei helfen, die wirtschaftlichen Corona-Folgen abzufedern. An dieser Stelle muss gehandelt werden. Das ist besser, als Kraft in Diskussionen über Öffnungszeiten von Möbelhäusern zu stecken.“

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/235556

Böckler-Analyse:  https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-23098.htm