„Auf­klä­rung ist die beste Prä­ven­tion, auch beim Thema Impfen. Dar­über waren sich die Sach­ver­stän­digen in der heu­tigen Anhö­rung einig”, so Dagmar Neu­kirch, die Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rerin und gesund­heits­po­li­ti­sche  Spre­cherin der SPD-Frak­tion, am Montag. „Und sie bestärkten mich in der Auf­fas­sung, dass man bei Auf­klä­rung und Kom­mu­ni­ka­tion zum Thema Impfen auch auf die Ängste der Men­schen ein­gehen muss.

Das gilt nicht nur für Kinder, son­dern auch für Erwach­sene. Impflü­cken ins­be­son­dere bei jungen Erwach­senen muss man durch neue, eigene Maß­nahmen extra in den Blick nehmen. Denkbar ist für mich etwa eine Impf-Erin­ne­rung beim Erste-Hilfe-Kurs, der für den Erwerb der Fahr­erlaubnis nötig ist.  Auch sollte der Impf­schutz stärker in den Arbeits­schutz inte­griert werden, vor allem bei jenen, die viel mit Men­schen im Kon­takt sind.“

Oliver Wehner, gesund­heits­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU-Frak­tion: „Impfen rettet Leben und schützt vor Epi­de­mien. Das wird immer mehr Men­schen bewusst. So hat die hohe Medi­en­prä­senz zu Beginn des Jahres nach Ansicht der Experten zu einer deut­lich höheren Impf­be­reit­schaft geführt. Damit ist die viel dis­ku­tierte Impf­licht für mich vor­erst vom Tisch. Der Schlüssel liegt viel­mehr in Auf­klä­rung und Prä­ven­tion.

Trotz des posi­tiven Trends muss es den Ver­ant­wort­li­chen in Medizin und Politik gelingen, diesen Trend nach­haltig zu sta­bi­li­sieren. Ins­be­son­dere die elek­tro­ni­sche Gesund­heits­karte und die damit ver­bun­dene Spei­che­rung des Impf­status würden eine bes­sere Über­sicht für Patient und Arzt her­vor­bringen. Daten­schutz­recht­liche Bedenken dürfen dem Gesund­heits­schutz der Bevöl­ke­rung nicht ent­ge­gen­wirken.

Zu der im Zusam­men­hang mit der unter­schied­lich vor­ge­nom­menen zweiten Masern­imp­fung vor­ge­tra­genen Kritik möchte ich deut­lich machen, dass ich ein hohes Ver­trauen in die Impf­aus­wahl der Säch­si­schen Impf­kom­mis­sion (SIKO) habe. Die heu­tige Anhö­rung hat dies wieder bestä­tigt. Impf­schäden sind auf sehr geringem Niveau und müssen unbe­dingt ver­mieden werden.“