„Die Krisenhelfer der psychosozialen Notfallversorgung leisten eine unschätzbare Arbeit nach schweren Unglücken und Katastrophen. Deshalb unterstützen wir die Forderung des Fachverbandes für Notfallseelsorge und Krisenintervention Mitteldeutschland e.V., eine koordinierende Landeszentralstelle für die psychosoziale Notfallversorgung  zu schaffen. Um keine Zeit zu verlieren, hat die Koalition einen aktuellen Antrag der Fraktion B90/Grüne im Innenausschuss qualifiziert, der dann auch einstimmig angenommen wurde“, so SPD-Innenexperte Albrecht Pallas am Donnerstag nach der Sitzung des Landtags-Innenausschusses.

„Eine bessere Koordinierung  der Betreuung wird sowohl den Betroffenen als auch den Einsatzkräften zu Gute kommen. Wir folgen mit einer solchen Zentralstelle auch den Hinweisen und Forderungen der Vertreter der psychosozialen Notfallversorgung von unterschiedlichen Institutionen  und Organisationen, die in unserer SPD-Blaulichtkonferenz ausführlich diskutiert worden sind“, so Pallas. „Damit wird auch das Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz an einer wichtigen Stelle ergänzt werden.“

Hintergrund: Der Innenausschuss stimmte am Donnerstag einem Grünen-Antrag zur Einrichtung einer Landeszentralstelle für psychosoziale Notfallversorgung (Drs. 6/10478) und einem Änderungsantrag der Koalition zu. Im Änderungsantrag wird festgelegt, dass die Landeszentralstelle im Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz verankert wird.