Thema: Indus­trie­for­schung

Holger Mann, Spre­cher für Hoch­schu­le und Wis­sen­schaft sowie Tech­no­lo­gie und Digi­ta­li­sie­rung der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, und
Iris Rae­ther-Lor­dieck, Spre­che­rin für Indus­trie­po­li­tik, zum CDU-SPD-Antrag „Stär­kung der exter­nen Indus­trie­for­schung im Frei­staat Sach­sen“ (Drs. 6/40754):

+++ Berei­che­rung für Wis­sen­schafts­land­schaft +++ wich­ti­ge Inno­va­ti­ons­säu­le im Frei­staat +++

Holger Mann: „Die gemein­nüt­zi­gen, wirt­schafts­na­hen exter­nen Indus­trie­for­schungs­ein­rich­tun­gen (IFE) sind eine wer­te­vol­le Berei­che­rung unse­rer säch­si­schen Wis­sen­schafts­land­schaft. Neben der Fraun­ho­fer-Gesell­schaft, den Hoch­schu­len für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten und der Berufs­aka­de­mie Sach­sen sind sie ein ebenso star­ker Part­ner für anwen­dungs­ori­en­tier­te For­schung in Sach­sen. Unser Ziel in diesem brei­ten Feld ist es, Inno­va­ti­on in Sach­sen nicht nur groß zu schrei­ben, son­dern auch groß zu machen. Hierzu wird die künf­ti­ge För­der­richt­li­nie für inves­ti­ve Zuschüs­se an wirt­schafts­na­he exter­ne Indus­trie­for­schungs­ein­rich­tun­gen bei­tra­gen. Im Dop­pel­haus­halt 2017/18 sind auf Initia­ti­ve der Frak­tio­nen von SPD und CDU 7 Mil­lio­nen Euro ein­ge­stellt wurden.“

Iris Rae­ther-Lor­dieck: „Kurz nach der Fried­li­chen Revo­lu­ti­on haben sich Men­schen gefun­den, die den unter­neh­me­ri­schen Mut und Weit­blick hatten, in Inno­va­ti­on und vor Ort in Sach­sen zu inves­tie­ren. Die Ent­wick­lung der letz­ten 25 Jahre hat gezeigt, dass die Indus­trie­for­schungs­in­sti­tu­te sich als gemein­nüt­zi­ge Insti­tu­tio­nen erfolg­reich am Markt posi­tio­niert haben. Die säch­si­sche Indus­trie­for­schung ist Teil unse­rer Geschich­te: Ins­be­son­de­re in den ersten Nach­wen­de­jah­ren stan­den auch diesen Insti­tu­ten EU-För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung, um drin­gend not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen zu täti­gen und so zum Wie­der­auf­bau der säch­si­schen Wirt­schaft bei­zu­tra­gen. Nach­dem sich die EU-Struk­tur­fonds, die all­ge­mei­ne wirt­schaft­li­che Lage in Sach­sen und die bun­des­wei­te För­der­ku­lis­se gewan­delt haben, bestehen für bestimm­te Inves­ti­tio­nen keine För­der­pro­gram­me, die aber zum wei­te­ren Auf­schwung der Indus­trie­for­schung erfor­der­lich sind. Durch das nun­mehr ange­sto­ße­ne säch­si­sche Inves­ti­ti­ons­för­der­pro­gramm für IFE können so Nach­tei­le gegen­über grund­fi­nan­zier­ten For­schungs­ver­bün­den kom­pen­siert werden. Dabei ist klar, dass eine wei­te­re Inno­va­ti­ons­säu­le im Frei­staat Sach­sen gestärkt wird.“

Hin­ter­grund:

Zitat aus dem Abschluss­be­richt der Enquete-Kom­mis­si­on „Stra­te­gien für eine zukunfts­ori­en­tier­te Tech­no­lo­gie- und Inno­va­ti­ons­po­li­tik im Frei­staat Sach­sen“: „Die exter­nen, gemein­nüt­zi­gen Indus­trie­for­schungs­ein­rich­tun­gen Sach­sens kom­pen­sie­ren teil­wei­se die bestehen­den Nach­tei­le feh­len­der, gebün­del­ter und inter­dis­zi­pli­nä­rer FuE-Kapa­zi­tä­ten der bisher nur ansatz­wei­se vor­han­de­nen Groß­in­dus­trie und der feh­len­den wert­schöp­fungs­ket­ten­über­grei­fen­den Netz­wer­ke. Sie erhal­ten und wollen keine Grund­fi­nan­zie­rung, sind aber ein wich­ti­ger Bestand­teil der säch­si­schen Wis­sen­schafts­land­schaft und eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die indus­tri­el­le Wei­ter­ent­wick­lung der säch­si­schen Wirt­schaft.“