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„Die SPD hat im Koali­ti­ons­ver­trag beim Thema Inte­gra­ti­on einen Motor ein­ge­baut, jetzt müssen wir den Turbo ein­schal­ten“, sagte Hen­ning Homann am Don­ners­tag zur Debat­te über Inte­gra­ti­on und Arbeits­markt.

„Wir können mit Inte­gra­ti­on nicht warten, wir brau­chen sie von Anfang an.“ Spra­che, Bil­dung und Arbeit seien die zen­tra­len Punkte.

„Zuwan­de­rung wird nicht unsere Pro­ble­me auf dem Arbeits­markt und bei der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung lösen. Aber Zuwan­de­rung kann dabei helfen, und wir soll­ten über jeden Mosa­ik­stein glück­lich sein.“

Neben den Sprach­kur­sen sei es wich­tig, die beruf­li­chen Fähig­kei­ten der Flücht­lin­ge zügig zu erfas­sen und Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gram­me zu initi­ie­ren. Nötig seien auch schnel­le Aner­ken­nungs­ver­fah­ren bei Stu­di­en- und Berufs­ab­schlüs­sen. Homann: „Wir müssen auch unsere eige­nen Struk­tu­ren darauf vor­be­rei­ten. Es kann nicht sein, dass eine Bun­des­agen­tur Pro­ble­me hat, Gesprä­che mit Flücht­lin­gen zu führen, weil ihren Mit­ar­bei­tern Eng­lisch­kennt­nis­se fehlen. Wenn wir Inte­gra­ti­on for­dern, dann müssen wir unsere Struk­tu­ren dafür auch ein­rich­ten.“

„Und es gibt keine halbe Inte­gra­ti­on“, so Homann. „Wir brau­chen nicht Spra­che oder Arbeit oder Fami­lie. Wir brau­chen Spra­che, Arbeit und Fami­lie. Wir können nicht erwar­ten, dass Geflüch­te­te unsere Spra­che lernen und durch Arbeit zum Wohl­stand Sach­sens bei­tra­gen, ihnen aber gleich­zei­tig den Zuzug ihrer engs­ten Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen ver­weh­ren.“

Homann dankte zudem den vielen Men­schen, die sich ehren­amt­lich für Flücht­lin­ge enga­gie­ren. „Wir soll­ten viel mehr mit denen spre­chen, die anpa­cken, als über die, die meckern.

Denn sie leben das Gebot der Stunde: Han­deln statt Lamen­tie­ren.“