„Inte­gra­ti­on braucht langen Atem. Mit dem vor­lie­gen­den Haus­halts­ent­wurf ist es uns gelun­gen, auch in diesem Bereich für Kon­ti­nui­tät zu sorgen“, so Julia­ne Pfeil-Zabel, inte­gra­ti­ons­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, am Mitt­woch in Dres­den. „Der Regie­rungs­ent­wurf für den Haus­halt war dafür schon eine gute Grund­la­ge. Gemein­sam mit unse­rem Koali­ti­ons­part­ner konn­ten wir jedoch noch bei wesent­li­chen Punk­ten nach­ver­han­deln und die drin­gend benö­tig­te Finan­zie­rungs­si­cher­heit für die ehren­amt­li­chen Pro­jek­te vor Ort und die Kom­mu­nen stär­ken. Das ist zugleich auch eine Aner­ken­nung für die Arbeit der vielen Men­schen, die sich in ihrer Frei­zeit um die Inte­gra­ti­on küm­mern.“

Stan­den im noch lau­fen­den Dop­pel­haus­halt für Inte­gra­ti­on knapp 23 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung, sollen es im kom­men­den beiden Jahren etwa 100 Mil­lio­nen Euro sein. Die Gelder flie­ßen in bestehen­de und neue För­der­pro­gramm – von sozia­ler Betreu­ung über Bera­tung für Rück­keh­rer bis hin zum Sprach­er­werb und der beson­de­ren Unter­stüt­zung von Frauen. Das Gros der Gelder ist zur Unter­stüt­zung von Ver­ei­nen, Ver­bän­den und Kom­mu­nen gedacht, die sich um die Inte­gra­ti­on vor Ort in spe­zi­el­len Pro­jek­ten küm­mern. „Auch wenn die Zahl der zu uns flüch­ten­den Men­schen der­zeit abnimmt, darf die Inte­gra­ti­ons­ar­beit in den Städ­ten und Gemein­den nicht weni­ger werden. Nur mit Kon­ti­nui­tät kann es uns gelin­gen, den Flüch­ten­den eine echte Chance zu geben, anzu­kom­men und Teil unse­rer Gesell­schaft zu werden.“

Pfeil-Zabel ver­wies darauf, dass Sach­sen bis vor zwei Jahren beim Thema Inte­gra­ti­on noch ein Ent­wick­lungs­land gewe­sen sei. „Es war nicht vor­ge­se­hen, Men­schen bei ihrem Ankom­men zu unter­stüt­zen und sie aktiv in die Gesell­schaft auf­zu­neh­men. Inte­gra­ti­ons­po­li­tik in Sach­sen musste prak­tisch aus dem Nichts auf­ge­baut werden. Das ist mit unse­rer Minis­te­rin Petra Köp­ping und ihrem Team gelun­gen.“

Pfeil-Zabel ging auch auf die am Vortag ver­öf­fent­li­chen Ergeb­nis­se des Sach­sen-Moni­tors ein. „Die Befra­gung zeigt,  dass viele Säch­sin­nen und Sach­sen offen­bar keinen Kon­takt zu Men­schen aus ande­ren Län­dern haben. Dadurch können sich Vor­ur­tei­le, Res­sen­ti­ments und im schlimms­ten Fall Frem­den­hass leich­ter fest­set­zen. Viele ehren­amt­li­che Initia­ti­ven setzen genau hier an, indem sie Ein­hei­mi­sche und Zuge­wan­der­te zusam­men­brin­gen. Hier zeigt sich, dass Geld für Inte­gra­ti­on der gesam­ten Gesell­schaft zugu­te­kommt.“