Die aktuellen Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung sind ein Warnsignal. Sie zeigen: Der Arbeitsmarkt steht unter Druck. Für viele Beschäftigte wächst die Unsicherheit, die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz nimmt zu. Das kommt nicht überraschend – aber es wäre fatal, diese Entwicklung einfach hinzunehmen.
Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Unternehmen zögern bei Investitionen, hohe Kosten wirken nach, internationale Krisen sorgen für zusätzliche Unsicherheit. All das schlägt sich auch auf den Arbeitsmarkt nieder. Gerade deshalb sind Wirtschaft und Politik jetzt gefordert, gegenzusteuern – entschlossen und mit einem klaren Plan.
Fraktionsvorsitzender Henning Homann macht deutlich:
Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt bekämpft man nicht mit Sparen, sondern mit Investitionen und guter Qualifizierung.
Ohne Investitionen kein Aufbruch
Sachsens Wirtschaft kommt nur mit neuem Schwung aus der Krise. Und dieser Schwung entsteht nicht von allein. Er braucht Investitionen – öffentliche wie private. Deshalb gilt jetzt mehr denn je: investieren, investieren, investieren.
Mit dem Sachsenfonds stellen wir in den kommenden Jahren 4,8 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen bereit. Das ist kein Selbstzweck, sondern eine bewusste wirtschaftspolitische Entscheidung. Die steigenden Konjunkturprognosen für die kommenden Jahre zeigen: Eine Investitionsoffensive ist genau das richtige Signal für einen neuen Aufbruch.
Jetzt geht es darum, das Geld schnell auf die Straße zu bringen – in Schulen, in Straßen und Schienen, in eine leistungsfähige und moderne Wirtschaftsinfrastruktur. Wer jetzt bremst, verschärft die Probleme von morgen.
Fördern, um zu fordern
Unser Ziel ist klar – Menschen sollen schnell wieder einen neuen Job finden. Dabei spielt Qualifizierung eine Schlüsselrolle. Arbeitsmärkte verändern sich. Berufe wandeln sich, neue Anforderungen entstehen. Wer eine Aus- oder Fortbildung braucht, um wieder Arbeit zu finden, muss diese auch bekommen. Das ist keine soziale Nettigkeit, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Qualifizierung stärkt Beschäftigte, Unternehmen und den gesamten Wirtschaftsstandort.
Auch die geplante neue Grundsicherung muss diesem Anspruch gerecht werden. Es reicht nicht, nur abstrakt über Pflichten oder Sanktionen zu diskutieren. Entscheidend ist, ob die Instrumente tatsächlich helfen, Menschen wieder in Arbeit zu bringen.
Henning Homann:
Wir brauchen eine Arbeitsmarktpolitik, die fordert, aber vor allem gute Qualifizierung fördert.

