Sächsische Sozialdemokratie trauert um Karl Nolle. 

26.09.2025

Am 24. September 2025 ist der langjährige SPD-Abgeordnete des Sächsischen Landtages (1999 bis 2014), Karl Nolle, im Alter von 80 Jahren in Dresden verstorben. Dazu erklären:

Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Die Sozialdemokratie trauert um Karl Nolle. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Ehefrau Christl und seiner Familie. Karl Nolle hat die SPD-Fraktion und die sächsische Sozialdemokratie 15 Jahre als Landtagsabgeordneter und weit darüber hinaus geprägt, er war Unternehmer mit Herzblut und Politiker mit unbestechlichem Kampfgeist. Karl hatte den Mut, sich mit den Mächtigen anzulegen. Seine Frau und er haben dafür einen hohen persönlichen Preis gezahlt, sich aber nie einschüchtern lassen. Der Mut und die Geradlinigkeit von Karl Nolle wird uns auch in Zukunft Auftrag und Verpflichtung sein. Die sächsische Sozialdemokratie trauert um ein Vorbild. Wir verlieren mit ihm einen streitbaren Geist, der sein Herz am rechten Fleck hatte.”

Dirk Panter, ehemaliger Vorsitzender der SPD-Fraktion (2014 bis 2025): “Karl Nolle war ein Mensch mit Haltung und Herz. Als Unternehmer hat er nicht nur Arbeitsplätze geschaffen – er hat Verantwortung übernommen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets geschätzt.

Als Politiker stand er für klare Werte, für ein Sachsen, das alle im Blick behält und für Gerechtigkeit – ganz gleich ob es um den Facharbeiter oder um den Ministerpräsidenten ging. Mit Mut, Sachverstand und einem unerschütterlichen Kompass hat er viel bewegt – für die Wirtschaft, für die Gesellschaft, für unseren Freistaat. Lieber Karl, Du wirst uns sehr fehlen.”

Martin Dulig, ehemaliger Vorsitzender der SPD-Fraktion (2007 bis 2014): “Was habe ich mich mit ihm gestritten! Wie häufig war ich anderer Meinung! Wie oft habe ich mich über ihn aufgeregt! Und? Karl Nolle war ein echter Sozi. Ein Typ. Einer, der sich nicht politisch korrumpieren ließ, der Unrecht aufgedeckt und bekämpft hat. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil es seine zutiefst demokratische Genetik war. Ich habe ihm viel zu verdanken. Er hat mich unterstützt, vor allem gerade dann, wenn es schwierig war. Er hat in schweren Zeiten der sächsischen Sozialdemokratie neuen Wind eingehaucht. Und wie unfair ist man mit ihm umgegangen! Er hat das Unrecht der Mächtigen, wie von Biedenkopf und Milbradt, attackiert und hat dafür persönlich einen hohen Preis bezahlt. Jetzt ist er gestorben. Sein Lebenswerk, der Aufbau der Druckerei in Dresden, hat man zerstört. Es ist dann still geworden um ihn. Zu still. Zu tief die Verletzungen. Was bei mir bleibt, ist Traurigkeit und Dankbarkeit.”

Petra Köpping, stellvertretende Ministerpräsidentin: „Tief bewegt bin ich von der Nachricht vom Tod meines ehemaligen Fraktionskollegen Karl Nolle. Karl war eine Erscheinung, ein SPD-Urgestein, ein sozialdemokratischer Unternehmer mit Herz und Haltung. Er war ein hartnäckiger Kämpfer für die Demokratie im Freistaat. Trotz großer Widerstände hat er nie klein beigegeben und seine Haltung nicht verleugnet. Wir müssen uns nun mit traurigem Herzen von einem großen Vorbild verabschieden. Die SPD Sachsen hat ihm viel zu verdanken. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, der ich viel Trost und Zuspruch in dieser schweren Zeit, angesichts dieses großen Verlustes, wünsche.“