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„In Sach­sen wird es bald einen ‚Lan­des­ak­ti­ons­plan zur Akzep­tanz der Viel­falt von Lebens­ent­wür­fen‘ geben. So haben wir es im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart.  Und das hat Staats­mi­nis­te­rin Köp­ping mehr­fach, auch in ihrer Stel­lung­nah­me zum Antrag, klar­ge­stellt.“, so die stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Dagmar Neu­kirch im Anschluss an die heu­ti­ge Anhö­rung des Aus­schus­ses für Sozia­les und Ver­brau­cher­schutz, Gleich­stel­lung und Inte­gra­ti­on im Säch­si­schen Land­tag.

Die Anhö­rung, so Neu­kirch weiter, habe gezeigt, wie wich­tig der Akti­ons­plan ist: „Die anwe­sen­den Sach­ver­stän­di­gen haben das auf unter­schied­li­che Weise deut­lich gemacht.“

Die gleich­stel­lungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Frak­ti­on, Iris Rae­ther-Lor­dieck, machte deut­lich, dass die Akzep­tanz viel­fäl­ti­ger Lebens­ent­wür­fe in der Gesell­schaft schon viel größer ist, als es manche wahr­ha­ben möch­ten: „Wir leben im 21. Jahr­hun­dert. Angst vor und Feind­se­lig­keit gegen­über Viel­falt steht nie­man­dem gut zu Gesicht. Wie und mit wem ein Mensch leben möchte, steht ihm völlig frei.“

Zur Aus­ge­stal­tung des Akti­ons­plans ergänzt Rae­ther-Lor­dieck: „Ich bin unse­rer Gleich­stel­lungs­mi­nis­te­rin Petra Köp­ping sehr dank­bar, dass sie den Plan gemein­sam mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen Akteu­ren aus­ar­bei­tet und dabei schon weit fort­ge­schrit­ten ist. Unser Ziel ist es, jeg­li­cher Dis­kri­mi­nie­rung, auch auf­grund sexu­el­ler Iden­ti­tät, ent­ge­gen­zu­wir­ken. Für den Akti­ons­plan sind im aktu­el­len Dop­pel­haus­halt 380.000 Euro vor­ge­se­hen.“

Hin­ter­grund:

Koali­ti­ons­ver­trag von CDU und SPD, Seite 65:
„Die Koali­ti­on steht für die Akzep­tanz der Viel­falt von Lebens­ent­wür­fen. Gemein­sam mit der Zivil­ge­sell­schaft werden wir durch einen Akti­ons­plan darauf hin­wir­ken, dass jeg­li­cher Form von Dis­kri­mi­nie­rung, auch auf­grund sexu­el­ler Iden­ti­tät, ent­ge­gen­ge­wirkt wird. Wir werden Ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner­schaf­ten in den Lan­des­ge­set­zen und Ver­ord­nun­gen in den kom­men­den zwei Jahren umfas­send und voll­stän­dig ver­an­kern. Pau­scha­le Aus­schluss­kri­te­ri­en bei der Blut­spen­de sollen über­prüft werden.“