„Der Min­dest­lohn muss für alle gelten! Das Manö­ver des ifo-Insti­tuts, das ja zunächst den Min­dest­lohn mit den absur­des­ten Pro­gno­sen ver­hin­dern wollte, und nun bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit ver­sucht, ihn abzu­schwä­chen, ist mehr als durch­sich­tig“, so Hen­ning Homann zum jüngs­ten Vor­schlag des Insti­tuts.

Homann weiter: „Der Min­dest­lohn wurde auch des­halb ein­ge­führt, um die Abwärts­spi­ra­le bei den Löhnen zu stop­pen. Des­halb darf es auch keine Aus­nah­men für Asyl­su­chen­de und Flücht­lin­ge geben. Wer, wie das ifo-Insti­tut, Aus­nah­men vom Min­dest­lohn for­dert , pro­vo­ziert Ver­drän­gungs­ef­fek­te auf dem Arbeits­markt und gefähr­det den sozia­len Frie­den.

Die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns ist ein großer Erfolg sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Arbeit­neh­mer­po­li­tik. Er schafft nicht nur mehr Gerech­tig­keit, son­dern auch eine ver­bind­li­che Unter­gren­ze, die das Aus­spie­len von Arbeit­neh­mern ver­hin­dert.“

Hen­ning Homann ver­weist wei­ter­hin darauf, dass statt­des­sen der Fokus auf Maß­nah­men liegen muss, die tat­säch­lich den hier leben­den Flücht­lin­gen und Asyl­su­chen­den nutzen und die für eine gelin­gen­de Inte­gra­ti­on stehen: „Es gibt büro­kra­ti­sche Hürden, die einen zügige Inte­gra­ti­on auf den Arbeits­markt ver­hin­dern. Diese gilt es abzu­bau­en. Außer­dem müssen Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men –  von der Sprach- bis zur Berufs­aus­bil­dung –  inten­si­viert werden. Unser Arbeits­mi­nis­ter Martin Dulig und auch die Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin haben dazu ver­schie­de­ne Initia­ti­ven gestar­tet, die wir natür­lich unter­stüt­zen”