Sabine Friedel, Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rerin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, am Don­nerstag in der Aktu­ellen Debatte „Künst­liche Intel­li­genz – Sach­sens Poten­zial für eine erfolg­reiche Zukunft nutzen“:

„Allein die Arbeits­zeit- und Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne, die Auto­ma­ti­sie­rung und Künst­liche Intel­li­genz erzeugen, eröffnen uns viel­ver­spre­chende Per­spek­tiven“, so Sabine Friedel zu den Chancen der neuen Tech­no­logie. Auf­gabe des Staates ist es, einen Teil der Gewinne für die öffent­liche Sache nutzbar zu machen – für soziale Sicher­heit, für umfas­sende Bil­dung, für Kli­ma­schutz und Wis­sen­schaft. Hier lauten die Stich­worte natür­lich Digi­tal­steuer und Ver­mö­gens­steuer – und ich bin sehr froh, dass in beiden Punkten Olaf Scholz eine ganz neue Dynamik in die Debatte gebracht hat.“

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„Auto­ma­ti­sie­rungs-Gewinne eröffnen uns die Chance, Arbeits­zeit weiter zu ver­kürzen und so den Men­schen mehr Zeit für das Leben jen­seits der Arbeit zu ver­schaffen: Für Familie, für Kultur, für Bil­dung und Wei­ter­ent­wick­lung, für soziales Enga­ge­ment und demo­kra­ti­sche Betei­li­gung. Sie eröffnen uns die Chance, Arbeits­zeit in per­so­nal­in­ten­sive und regio­nale Wert­schöp­fung zu ver­la­gern, indem maschi­nelle Arbeit besteuert und mensch­liche Arbeit von Steuern befreit wird – das würde dem hei­mi­schen Hand­werk oder der öko­lo­gi­schen Tier- und Land­wirt­schaft einen völlig neuen Markt- und Stel­len­wert ver­leihen und den nach­hal­tigen Umbau unserer Gesell­schaft vor­an­bringen. Und Auto­ma­ti­sie­rungs-Gewinne eröffnen uns die Chance, Arbeit neu zu ver­teilen und die soziale Arbeit massiv aus­zu­weiten: Kin­der­be­treuung, Schule und Bil­dung, Pflege und Gesund­heits­ver­sor­gung, kul­tu­relle und soziale Arbeit könnten auf ein völlig neues Niveau gebracht werden.“

„Wenn Künst­liche Intel­li­genz nicht nur dazu führt, dass mir Unter­nehmen per­so­na­li­sierte Wer­bung anbieten können, son­dern auch dazu, dass wir bei­spiels­weise Ver­wal­tungs­pro­zesse gut durch­di­gi­ta­li­sieren, wenn dadurch nur fünf Pro­zent der Stellen im öffent­li­chen Dienst nicht mehr für Büro- und Bild­schirm­ar­beit gebraucht, son­dern als Leh­rer­stellen ein­ge­setzt werden können  und wenn es dadurch gelingt, genü­gend Lehr­kräfte zu haben, um wenigs­tens einen Teil der vor zwanzig Jahren in den länd­li­chen Räumen geschlos­senen Schulen wie­der­zu­eröffnen – dann hat sich diese Sache mit der Künst­li­chen Intel­li­genz richtig gelohnt, denn dann pro­fi­tieren alle Men­schen davon.“