„40 Pro­zent aller Frauen über 16 Jahren haben schon einmal kör­per­liche und/​oder sexua­li­sierte Gewalt erlebt“, so Hanka Kliese, jus­tiz­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion, zu mor­gigen Inter­na­tio­nalen Tag gegen Gewalt an Frauen. „Diese hohe Zahl ist erschre­ckend, und es liegt in ihr zugleich die Gefahr einer ‚Abstump­fung‘ gegen­über diesem Pro­blem. „Selbst in Ple­nar­sit­zungen des Land­tags ist für weib­liche Abge­ord­nete, die Gewalt gegen Frauen the­ma­ti­sieren, eine Baga­tel­li­sie­rung durch man­gelnde Auf­merk­sam­keit zu spüren. Das ist fatal und her­ab­wür­di­gend.“

„Des­halb ist es wichtig, dass Gewalt – egal in wel­cher Form sie Mäd­chen und Frauen trifft – immer wieder the­ma­ti­siert wird. Sprach­lo­sig­keit hilft nicht weiter“, so Hanka Kliese. „Wichtig ist, dass wir unser Augen­merk bei der Bekämp­fung von Gewalt beson­ders auf die Gruppen legen, die nach­weis­lich beson­ders stark betroffen sind. Frauen mit Behin­de­rung gehören dazu.“