„Kul­tu­rel­le Bil­dung – ist nicht irgend­ein hoch­ge­sto­che­nes Kon­zept. Kul­tu­rel­le Bil­dung ist ein dem Men­schen inne­woh­nen­des Grund­be­dürf­nis. Das sieht man ganz schnell, wenn man Kinder beob­ach­tet. Sie singen, tanzen, malen, denken sich Geschich­ten aus oder schlüp­fen in andere Rollen. Über diese – zunächst rudi­men­tä­ren – kul­tu­rel­len Aus­drucks­for­men erschlie­ßen sich Kinder die Welt. Sie haben Freude am Aus­pro­bie­ren und Ent­de­cken. Sie sind neu­gie­rig“, so Hanka Kliese.

Manch­mal würden Kinder diese ange­bo­re­ne Neu­gier jedoch ver­lie­ren. Weil es keinen Bus zum Museum gibt, weil die Eltern das Musik­in­stru­ment nicht bezah­len können, weil die Fami­lie nicht gern ins Thea­ter geht oder weil das Kind im Roll­stuhl sitzt und es keine Rampe zum Jugend­zen­trum gibt.

„Kul­tu­rel­le Bil­dung ist frei von jedem Leis­tungs­druck und gerade des­halb unglaub­lich wirk­sam. Sowohl für die per­sön­li­che Ent­wick­lung als auch im mensch­li­chen Mit­ein­an­der.

Des­halb hat sich die SPD seit 2008 dafür ein­ge­setzt, dass die kul­tu­rel­le Bil­dung ein eige­ner Posten im Lan­des­haus­halt wird. Wir sind stolz, dass das Pro­gramm jedes Jahr gewach­sen ist. Auch im jet­zi­gen Haus­halts­ent­wurf für die Jahre 2019/20 will die Lan­des­re­gie­rung dafür wieder mehr Geld bereit­stel­len. Etwa für das Pro­jekt „Jedem Kind ein Instru­ment“ oder für „Kost – Koope­ra­ti­on Schule und Thea­ter in Sach­sen“. Viele Kinder können nur in der Schule kul­tu­rel­le Ange­bo­te wahr­neh­men oder mit Künst­lern in Kon­takt kommen. Des­halb ist es zum Bei­spiel wich­tig, die Netz­stel­len in den Kul­tur­räu­men zu för­dern, damit hier feste Part­ner­schaf­ten ent­ste­hen.

Wir als SPD sind davon über­zeugt, dass kul­tu­rel­le Bil­dung ein ganz wich­ti­ger Bei­trag für den Zusam­men­halt in unse­rer Gesell­schaft ist – in den großen Städ­ten wie auf dem Land. Des­halb sind wir froh über die fünf Ziele, die wir nun für die kul­tu­rel­le Bil­dung ver­ein­bart haben: Teil­ha­be­ge­rech­tig­keit, bedarfs­ge­rech­te Ange­bo­te, sta­bi­le Koope­ra­tio­nen, hohe Qua­li­tät sowie die Aus- und Fort­bil­dung von Fach­per­so­nal.

Die SPD hatte in der Oppo­si­ti­on ein sol­ches lan­des­wei­tes Kon­zept gefor­dert – in der Regie­rung setzt sie dies um.  Das ist ein wich­ti­ger Schritt, um allen jungen Men­schen in Sach­sen unab­hän­gig von ihrer sozia­len Her­kunft einen grund­le­gen­den Zugang zu kul­tu­rel­ler Bil­dung zu eröff­nen“, so Kliese abschlie­ßend.