Anläss­lich des mor­gigen „Inter­na­tio­nalen Tages der Men­schen mit Behin­de­rung“ geht Hanka Kliese, die inklu­si­ons­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, auf Fort­schritte und noch zu bewäl­ti­gende Auf­gaben bei der Inklu­sion ein. Einen Schwer­punkt legt sie dabei auf die Inklu­sion am Arbeits­markt:

„Die Lage der Inklu­sion am Arbeits­markt bleibt leider alar­mie­rend. Durch die Coro­na­pan­demie erlitt die Inklu­sion in diesem Bereich einen mas­siven Rück­schlag. Die Men­schen mit Behin­de­rung leiden mehr unter dem ange­spannten Arbeits­markt als der Rest der Bevöl­ke­rung. Die Zahlen spre­chen dabei eine ein­deu­tige Sprache: Im zweiten Jahr der Pan­demie gibt es sach­sen­weit noch immer 5,2 Pro­zent mehr arbeits­lose Men­schen mit Behin­de­rung als vor der Krise. Darauf muss ein Schwer­punkt unserer inklu­si­ons­po­li­ti­schen Arbeit in den kom­menden Jahren liegen“, führt Kliese aus.

Der Koali­ti­ons­ver­trag der Ampel-Par­teien berühre zwar einige wich­tige Inklu­si­ons­aspekte, bleibe aber zu oft im Unkon­kreten, stellt Hanka Kliese mit Blick auf die Bun­des­ebene fest und ergänzt: „Noch immer gelingt es nicht aus­rei­chend, Men­schen mit Behin­de­rung ins Arbeits­leben zu inte­grieren. Ganz im Gegen­teil: Umso wich­tiger ist der Ein­satz der SPD-Land­tag­frak­tion, um den For­de­rungen für mehr Teil­habe für Men­schen mit Behin­de­rung in Sachsen und Berlin Nach­druck zu verleihen.Ein Schwer­punkt muss dabei auf die Inklu­sion am Arbeits­markt gelegt werden.“

„Wir haben eine Band­breite von Instru­menten für die Inklu­sion auf dem Arbeits­markt, die wir intensiv auf ihre Wirk­sam­keit prüfen müssen. Hinzu kommt die Frage nach einer gerechten Ent­loh­nung in den Werk­stätten für Men­schen mit Behin­de­rung. Die Dis­kus­sion um ein gerechtes Ent­gelt­system sollten wir von Sachsen aus ehr­lich und enga­giert mit der Bun­des­ebene führen“, so Kliese.

„Ver­bes­sert hat sich in Sachsen die öffent­liche Zugäng­lich­keit von wich­tigen Infor­ma­tionen für Men­schen mit Behin­de­rung. Positiv her­vor­zu­heben ist die Kom­mu­ni­ka­tion des Säch­si­schen Sozi­al­mi­nis­te­riums und der Staats­kanzlei in Gebär­den­sprache und leichter Sprache in schrift­li­cher Form im Zuge der gesamten Pan­de­mie­be­wäl­ti­gung. Das erleich­tert Zugänge und wirkt zudem bewusst­seins­bil­dend“, hebt die Inklu­si­ons­po­li­ti­kerin Kliese am Don­nerstag positiv hervor.

Hin­ter­grund: Laut den Angaben von „Aktion Mensch“ sowie dem „Han­dels­blatt Rese­arch Insti­tute“ waren in den ersten zehn Monaten des Jahres 2021 im Durch­schnitt 174.000 Men­schen mit Behin­de­rung arbeitslos. Somit ist bun­des­weit die Zahl der arbeits­losen Men­schen mit Behin­de­rung mehr als acht Pro­zent über dem Vor­kri­sen­ni­veau.

Mehr zum Thema und die dazu­ge­hö­rigen Zahlen: https://​www​.aktion​-mensch​.de/​i​n​k​l​u​s​i​o​n​/​a​r​b​e​i​t​/​z​a​h​l​e​n​-​d​a​t​e​n​-​f​a​k​ten