„Die Akzep­tanz eines Koh­le­aus­stie­ges ist für die Men­schen in diesen Regio­nen zunächst keine kli­ma­po­li­ti­sche, auch weni­ger eine ener­gie­po­li­ti­sche, son­dern vor allem eine struk­tur­po­li­ti­sche Frage“, so Thomas Baum, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on am Don­ners­tag im Land­tag zum Koali­ti­ons­an­trag „Struk­tur­wan­del braucht Infra­struk­tur – neue Nord-Süd-Achse für die Lau­sitz ent­wi­ckeln“ (Drs. 6/ 14436). „Es ist unsere gemein­sa­me Auf­ga­be in der Poli­tik, mit flan­kie­ren­den Maß­nah­men die Region vor­zu­be­rei­ten und für den Koh­le­aus­stieg fit zu machen.“

„Die Ener­gie­wen­de und der damit ver­bun­de­ne Struk­tur­wan­del haben mit Blick auf das Lau­sit­zer Revier einen beson­de­ren Preis, näm­lich die ziel­ge­rich­te­te Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Und dies gilt sowohl für die Schie­ne als auch für die Straße. Wir müssen also das eine weiter ein­for­dern, ohne das andere außer Acht zu lassen.“

Die Region werde von Stra­ßen- und Schie­nen­stre­cken des pan­eu­ro­päi­schen Kor­ri­dors durch­quert, sei aber in sich und mit angren­zen­den Bal­lungs­räu­men wir Berlin, Dres­den oder Leip­zig teil­wei­se nicht opti­mal ver­bun­den, so Baum. Ausbau und Elek­tri­fi­zie­rung der Bahn­stre­cken Dres­den-Gör­litz sowie Cott­bus-Gör­litz-Zittau seien für den Struk­tur­wan­del sehr wich­tig. Das Land kämpfe beim Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um weiter darum, dass diese Maß­nah­men end­lich als vor­dring­lich ein­ge­stuft werden.  „Und bei den Auto­bah­nen klafft zwi­schen der A4 im Süden und der A15 bei Cott­bus in Nord-Süd-Rich­tung eine große ver­kehr­li­che Lücke.“