Lang: Die Absicherung im Alter ist eine Sachfrage, keine Machtfrage

04.12.2025

In der Aktuellen Debatte des Sächsischen Landtags „Eine solidarische Rente als Schlüssel zur Gerechtigkeit – ein würdevolles Leben kennt keine Altersgrenze“ hat die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Simone Lang, eindringlich auf die besondere Bedeutung stabiler Renten für Ostdeutschland hingewiesen.

Rund 70 Prozent der Rentnerinnen und Rentner im Osten sind vollständig auf die gesetzliche Rente angewiesen. Für sie sei die Frage der Rentenhöhe keine abstrakte Haushaltsdiskussion, sondern unmittelbar mit ihrer Lebensrealität verbunden, so Lang.

„Ein sinkendes Rentenniveau würde bedeuten, dass Rentnerinnen und Rentner von der Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Deshalb hält die SPD klar an der Haltelinie von 48 Prozent fest. Die Absicherung im Alter ist eine Sachfrage, keine Machtfrage.“

Mit dem Rentenpaket der Bundesregierung werde das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent gesichert – ein entscheidender Schritt, um die gesetzliche Rentenversicherung langfristig stabil zu halten.

Lang betonte außerdem, dass es nun darauf ankomme, eine sachliche Debatte über die Zukunft der Rente zu führen. Es gehe um langfristige Finanzierung, bessere Chancen auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die gerechte Berücksichtigung unterschiedlicher Erwerbsbiografien – insbesondere von Frauen und Menschen im Osten, die häufiger von Erwerbsunterbrechungen betroffen seien.

„Wer ein Leben lang arbeitet und Beiträge zahlt, muss sich darauf verlassen können, im Alter gut leben zu können. Eine verlässliche Rente ist ein Kernversprechen unseres Sozialstaats – heute wie in Zukunft und für alle Generationen.“